Schöne Szenen im Baumhof

Mit freundlichem Beifall für die Fans auf der Tribüne verabschiedete sich die TSG aus der Saison 2015/2015.Foto:Volker Speckenwirth
Mit freundlichem Beifall für die Fans auf der Tribüne verabschiedete sich die TSG aus der Saison 2015/2015.Foto:Volker Speckenwirth
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Sprockhövel.. TSG Sprockhövel -
DSC Arminia Bielefeld II 3:0

Ein Tag voller Wehmut im Sprockhöveler Baumhof. Das letzte Spiel der Oberliga-Saison 2014/2015 wurde geprägt von vielen Abschiedsszenen und vielen netten Gesten. Fast beiläufig dabei, dass die TSG zu einem 3:0-Sieg gegen die zweite Mannschaft des DSC Arminia Bielefeld kam.

Da hatten einige der Hauptdarsteller schon feuchte Augen. Auch Trainer Robert Wasilewski, der bereits vor dem Spiel seinen Blumenstrauß bekam. „Du hast hier deine Mission erfüllt, wir spielen auch in der nächsten Saison noch in der Oberliga“, sagte TSG-Geschäftsführer André Meister. Und Wasilewski selbst sorgte später dann dafür, dass auch drei weitere Ur-Sprockhöveler ihren verdienten Beifall bekamen - nämlich Torwart Patrick Knieps, der auf 198 Spiele für die TSG kommt, Christian Kalina, der 126 Mal das TSG-Trikot trug und Phillipp Schulz, der gar auf 278 Einsätze für die TSG Sprockhövel kommt. Alle drei wechseln jetzt zum SC Obersprockhövel.

Und schließlich durfte auch Andrius Balaika, der jetzt sogar 376 Spiele für die TSG absolviert hat, noch einmal ran. Allerdings nur für einige Sekunden, und dass er nicht mehr in den Genuss eines Ballbesitzes gekommen ist, dürfte dem Litauer nicht unlieb gewesen sein. Der künftige Trainer der TSG-Oberliga-Mannschaft hatte vor dem Spiel zwar noch mit einem Lachen behauptet, dass es für eine halbe Stunde noch locker reichen werde, doch letztlich hatte der Litauer einige Probleme bei der kontrollierten Fortbewegung. Kein Wunder: Nach einer schweren Knieverletzung wurde der Meniskus gerade erst operiert, und ein Eingriff am gerissenen Kreuzband steht noch bevor.

Letztlich gab es das Spiel her, dass es zu solchen Szenen gekommen war. Es war zwar keine rassige, aber doch eine sehr unterhaltsame Partie, die die Sprockhöveler dann auch absolut verdient gewannen. „Man hat jetzt gesehen, dass die Mannschaft richtig Fußball spielen kann, wenn der ganz große Druck weg ist“, sagte Robert Wasilewski, der vor dem Anpfiff mit „Robert-Robert-Rufen“ gefeiert wurde.

Gesänge auf der Tribüne gab es dann nach der Auswechslung von Phillipp Schulz, der in seiner letzten Saison für die TSG bisher nicht gekannte Fähigkeiten gezeigt hatte.

Phillipp-Schulz-Gesänge

Denn der 28-Jährige, der in Sachen Einsatz und Engagement immer ein Vorbild war, kann auch Tore schießen. Auch im Spiel gegen Bielefeld traf er noch einmal. Nach Vorarbeit von Hasan Ülker, der zuvor für das 1:0 gesorgt hatte, erzielte Schulz das 2:0. Ein Schuss wie ein Strich, der Ball schlug genau im Winkel ein. Als Zugabe lieferte dann Max Claus noch das 3:0 an einem Tag, an dem es nach dem Spiel noch einmal viel Beifall von den Fans auf der Tribüne gab, an dem man aber auch einige Tränen gesehen hat.

Tore: 1:0 Hasan Ülker (27.), 2:0 Phillipp Schulz (58.), 3:0 Max Claus (66.).
TSG: Knieps (60. von Hagen), Schulz (90. Balaika), Rößler, R. Meister, Kalina (85. Mack), H. Ülker, Dudda, Hodzic, Gremme, Claus, Wasilewski.
DSC: Balkenhoff, Will, Redjepi, Bolat, Kleit (80. Puskaric), Papadopoulos, Lücke, Rittersberger, Kleiber (67. Danner), Ars (56. Gügör), Pehlivan.
Schiedsrichter: David Hennig.