Sascha Höhle warnt vor zu viel Euphorie

Muhidin Ramovic, hier im Hinspiel gegen Schüren, musste zuletzt aussetzen. Gegen Wattenscheid ist er wieder dabei.
Muhidin Ramovic, hier im Hinspiel gegen Schüren, musste zuletzt aussetzen. Gegen Wattenscheid ist er wieder dabei.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der SC Obersprockhövel kann mit einem Sieg im Kellerduell gegen Schwarz-Weiß Wattenscheid erstmals seit dem ersten Spieltag die Abstiegsplätze verlassen. Der Trainer tritt aber auf die Bremse.

Ruhe bewahren, nicht überdrehen: Das scheint derzeit beim SC Obersprockhövel die Devise zu sein. Nach zunächst drei Siegen in Serie und zuletzt dem starken 2:2 gegen das Spitzenteam vom BSV Schüren könnte der SCO am Sonntag erstmals seit dem ersten Spieltag die Abstiegsränge verlassen.

Bedingung dafür ist ein Sieg gegen die Elf von Schwarz-Weiß Wattenscheid 08, die am Sonntag am Schlagbaum zu Gast ist (Anstoß: 15 Uhr). Ein Punkt und zwei Plätze trennen den SCO und Wattenscheid in der Tabelle, ein Sieg wäre zumindest für den Moment ein weiteres Ausrufezeichen und brächte drei wichtige Punkte gegen einen direkten Konkurrenten.

SCO-Trainer Sascha Höhle sieht das jedoch anders. Unter der Woche war das tabellarisch brisante Spiel zumindest kein besonderes Thema, berichtet der Coach: „Wir haben trainiert wie immer, die Intensität ist zurzeit eh drin, weil wir mehr Spieler im Training haben und keiner sicher sein kann, dass er spielt.“ Auch die Bedeutung des Spiels will er nicht überhöhen: „Ich finde, diese Begegnung ist gar nicht so wichtig, es geht um drei Punkte. Wenn wir verlieren, sind wir noch nicht abgestiegen. Und auch wenn wir gewinnen, sind wir lange nicht gerettet.“

Zumal er die Wattenscheider auch als zu stark für den Abstiegskampf einschätzt: „Schwarz-Weiß ist eine Wundertüte. Sie haben zuletzt zwar fünf Mal in Folge verloren, in dieser Saison aber auch schon Brackel und Schüren geschlagen.“

Höhle trifft auf alte Bekannte

Einige Spieler des Westfalenligaabsteigers kennt Höhle aus seiner Zeit beim SW-Lokalrivalen SG 09: „Bei Wattenscheid 09 habe ich mit Selcuk Dede zusammen gespielt, der ja auch Oberligatorschützenkönig wurde. Der spielt jetzt bei Schwarz-Weiß als Spielmacher. Und Mittelstürmer Charly Kuntz kenne ich auch noch von da.“

Deshalb sei er überrascht, dass Wattenscheid bislang nur zwei Tore mehr geschossen hat als seine Mannschaft, „denn die haben im Angriff auf jeden Fall richtig Qualität.“ Er warnt vor zu großer Selbstsicherheit: „Wir dürfen nicht zu euphorisch in dieses Spiel hineingehen.“ Grundsätzlich kann und will aber auch er nicht abstreiten, dass der SCO, vielleicht erstmals in dieser Saison, als leichter Favorit ins Spiel geht: „Wenn man sich die letzten Ergebnisse anguckt, spricht schon einiges für uns.“

Ramovic ist wieder dabei

Auch die personelle Situation hat sich leicht gebessert: Höhle muss zwar auf Dominique Schaub, Tom Hofmann und Marc Duic verzichten, kann aber wieder auf Muhidin Ramovic zählen, der sich in Schüren beim Aufwärmen verletzt hatte.