Remis nach offenem Schlagabtausch

Jakob Jäger brachte den TuS Hattingen in der Schlussphase wieder heran, ehe Felix Osterloh den Ausgleich erzielte.Foto:Manfred Sander
Jakob Jäger brachte den TuS Hattingen in der Schlussphase wieder heran, ehe Felix Osterloh den Ausgleich erzielte.Foto:Manfred Sander
Foto: WAZ FotoPool

Hattingen.. TuS Hattingen -
SuS Oberaden 33:33

Der TuS Hattingen und der SuS Oberaden lieferten sich beim 33:33-Unentschieden in der Kreissporthalle ein äußerst attraktives Handballspiel. Einen Sieger gab es nicht.

Obwohl beide Mannschaften sich in der Tabelle der Handball-Landesliga jenseits von allen Meisterschaftsträumen und Abstiegsalbträumen aufhalten, entwickelte sich ein äußerst temporeiches und mit wenigen Ausnahmen auch sehr faires Spiel mit offenem Schlagabtausch. Der TuS Hattingen war über weite Strecken das bessere Team, hätte am Ende aber fast noch verloren.

Die erste Halbzeit verlief auffällig ausgeglichen. Keinem Team gelang es, sich so richtig abzusetzen. Das lag in erster Linie daran, dass TuS-Torhüter Sven Wulf sich ebenso wie sein Gegenüber von seiner allerbesten Seite zeigte. Beim TuS wechselten sich glanzvolle Anspiele und blitzsaubere Konter mit viel zu vielen Fehlpässen gerade bei den Gegenstößen ab.

In der zweiten Halbzeit übernahm der TuS dann früh das Kommando. Die Mannschaft von Trainer Frank Osterloh zog das Tempo noch einmal nachdrücklich an. Mit ungeheurer Lauffreude und zunehmender Sicherheit im Abschluss erspielten die Hattinger eine verdiente Führung. Gerade zu diesem Zeitpunkt wurde dann besonders auffällig, dass das Schiedsrichtergespann Hopp/Salomo bei zahlreichen Siebenmeterentscheidungen (insgesamt 12:5) und besonders bei den persönlichen Strafen ganz offenbar und einvernehmlich bei den Hausherren einen, milde gesagt, besonders strengen Maßstab anlegte.

Monjé pariert Siebenmeter

Die Hattinger konnten lange Zeit auch in Unterzahl mit enormer Einsatzbereitschaft den Ausgleich verhindern. Dabei tat sich auch Sascha Monjé im Tor hervor, der in Unterzahl beim Stand von 25:22 in der 47. Minute gleich zwei Siebenmeter abwehrte.

Beim 27:27 durch den elften Siebenmeter war es dann aber doch geschehen. In einer packenden und äußerst spannenden Endphase gelang den Gästen dann mit dem 33:31 die vermeintliche Entscheidung. Der TuS agierte nun nach dem Motto alles oder nichts mit einer offenen Manndeckung und wurde noch belohnt. Nach dem Anschlusstor von Jakob Jäger war es der nervenstarke Felix Osterloh, der nach dem Ertönen der Schlusssirene mit seinem vierten Siebenmeter das umjubelte 33:33 erzielte. Zuvor war Sven Schmitz mit einem brutalen Foul gestoppt worden. Die Rote Karte ließ das Gespann aber (nicht mehr wirklich überraschend) in ihren Hosentaschen stecken.

„Spielfilm“: 3:1, 5:5, 7:8, 11:11, 15:14 (Hz.), 18:15, 22:17, 24:20, 26:23, 28:28, 31:31, 31:33, 33:33.
TuS: Wulf, Monje; Dobrodt (1), Jäger (5), Kilfitt, Kuhnhenn (2), Osterloh (11/4), Schäffer (1), Schimm (3), Schmitz (7), Sinnemann (1), Stecken (2).