Rassiges Derby bleibt ohne Sieger
15.11.2009 | 19:40 Uhr 2009-11-15T19:40:00+0100Das war doch mal wieder ein Derby so ganz nach dem Geschmack der heimischen Fußballfreunde. Die Roten und die Grünen schenkten sich nichts und teilten nachher artig die Punkte.
TuS Hattingen - SG Welper 1:1
Tore: 0:1 Daniel Gerling (2.), 1:1 Marius Kundrotas (58.).
TuS: Krieger, Busch, Heinrich, Ecker, Wehefritz, Solbic, Martynas Kundrotas, Marius Kundrotas, T. Aydin, Ü. Aydin (68. Kessner), Abed.
SGW: von Hagen, Eilmes, Cybart, Cengiz, Finkenstein, Grzona, Lepczynski, Mpongo, Andreew, Gerling (65. Cheuffa-Ngayawou), Kurbasevic (76. N. Herschbach).
Damit waren die Beteiligten aber schon nicht mehr so zufrieden. Die Hausherren nicht, weil sie in der zweiten Halbzeit drei ganz dicke Möglichkeiten zum 2:1 besaßen, und auch die Gäste aus Welper nicht. Schließlich gingen sie schon nach zwei Minuten in Führung. Daniel Gerling verwandelte eine Vorlage von Mathias Lepczynski zum 1:0, die junge TuS-Abwehr sah ganz alt aus.
Dem enttäuschten Blick von Regisseur Eric Mpongo folgte eine logische Erklärung: „Wir sind nicht in der Lage zu null zu spielen. Und die frühe Führung hat uns überrascht.” Nur im Pokal blieb Welper in dieser Saison ohne Gegentreffer.
Tragischer Held beim TuS: Marius Kundrotas. Er verhinderte durch sein Freistoßtor die Niederlage, hatte aber auch zweimal den Sieg auf dem Fuß. Zunächst traf er aus dem Gewühl heraus nur den Pfosten, nachdem Patrick Eilmes zuvor schon einen Schuss von Tamer Aydin auf der Linie klärte. Das Aluminium war auch beim Elfmeter in der 87. Minute im Weg – wobei das die Anhänger der „Grünen” natürlich etwas anders sehen. TuS Hattingens Abteilungsleiter Günter Ecker jedenfalls merkte nicht zu unrecht an, dass derjenige, der zweimal nur den Pfosten trifft, dass Spiel auch gewinnen darf.
So gab es zwar keinen Sieger, aber trotzdem einen äußerst intensiven Klassiker. Da darf ein Platzverweis natürlich nicht fehlen. Diesmal war Michele Finkenstein der unglückliche. Er sah Gelb-Rot wegen wiederholten Foulspiels. Wenn doch nur beide Teams an jedem Wochenende eine solch engagierte Leistung abrufen würden, wären sowohl der TuS als auch Welper manche Sorge los.
21:57
Bei DEN platzverhältnissen ist ein kunstrasenplatz wirklich überFLÜSSIG. zum Glück hatten alle Spieler bereits ihr Seepferdchen gemacht, sonst hätte man noch die DLRG holen müssen....
19:42
Letztendlich spielt es keine Rolle, wer nun einen Punkt gewonnen oder zwei verloren hat.
Besser wäre es, wenn mal einmal betrachtet, auf welchem Untergrund sich die Spieler und der Schiedsrichter den Zuschauern zeigen mussten: Schlamm, Pfützen, Unebenheiten, der letzte Dreck eben. Die Diskussion über Kunstrasen wird voraussichtlich unter dem Eindruck schwindender Einnahmen und höherer Ausgaben unserer Stadt in den Hintergrund geraten.
Haupsache, das Museum und Stadttore (wer auch immer dafür bezahlt) werden hochgehalten. Wenns nach den Grünen geht, soll lieber für ein Bürgerhaus, das niemand braucht (außer vielleicht für dan eine kostenlos Teestuben) das Geld rausgeworfen werde.
21:03
Ich glaube ich war heute auf einen anderen Platz, wenn ich diesen Bericht lese .
Der Punkt hilft mit Sicherheit keine der beiden Mannschaften weiter, aber in der 2. Halbzeit hat doch nur noch eine Mannschaft beherzt nach vorne gespielt und zwar der TUS.
Wir reden zwar über ein paar Pfostenschüsse und einen verschossenen Elfmeter in der 87. Minute aber der Sieg wäre für den TuS sicherlich hochverdient gewesen.