Rahim soll die Baskets wieder in die Spur bringen

Foto: Michael Scheuermann

Der Kampf um die Playoff-Plätze in der 2. Bundesliga ProB Süd ist voll entbrannt. Zwischen dem Tabellenfünften EN Baskets Schwelm und dem Neunten TV Langen liegen gerade einmal zwei Siege Unterschied. Da bekanntlich nur die ersten acht Teams nach der Hauptrunde um die Meisterschaft weiterkämpfen dürfen, liegt nachvollziehbarer Weise viel Brisanz in der kommenden Begegnung eben genau dieser beiden Mannschaften. Los geht’s am heutigen Samstag um 19.30 Uhr in der Georg-Sehring-Halle (Berliner Allee 91) in Langen.

Für die EN Baskets ist dieses Match aber auch aus einem anderen Grund ein ganz besonderes: Anfang der Woche trennte sich der Club von Trainer Thorsten Morzuch, da das Erreichen der Zielsetzung „Playoffs“ mit ihm als Übungsleiter offenbar in große Gefahr zu geraten schien. Nun wird Interimscoach Omar Rahim an der Seitenlinie fungieren – und die Verantwortungsträger hoffen allesamt auch auf eine Reaktion der Mannschaft. Zu hilflos agierten die Blau-Gelben zuletzt bei den Partien in Frankfurt oder gegen Weißenhorn.

Trotz des deutlichen 96:77-Hinspielerfolgs der EN Baskets sind die Hessen definitiv kein Aufbaugegner. Zuletzt gewann der TV Langen auswärts bei der BG Karlsruhe, wobei speziell Point-Gard Anish Sharda sowie die „großen Leute“ Tom Alte, Kevin Luyeye und Martinis Woody zu überzeugen wussten. Dieser Auswärtscoup überraschte besonders, da Coach Dejan Kostic sogar noch auf den wohl spektakulärsten TVL-Korbjäger Nick Freer verzichten musste. Freer, der in Schwelm selbst die einheimischen Basketballfans mit seinen unglaublichen Flugeinlagen begeisterte, laboriert zurzeit an einem Nasenbeinbruch, so dass mit seinem Einsatz am heutigen Samstag auch nicht zwingend gerechnet werden kann.

Sorgenkind Chris Johnson

Bei den EN Baskets ist unverändert Chris Johnson das Sorgenkind. In diesem Jahr kam der Kanadier aufgrund seiner Adduktoren-Probleme noch nicht zum Einsatz. Um das zu kompensieren, hätte es zuletzt einer Leistungsexplosion seines Namensvetters Jody Johnson gebraucht – doch diese erfolgte nicht, ganz im Gegenteil: Mit mageren vier Pünktchen gegen Weißenhorn blieb Johnson deutlich hinter den Erwartungen zurück. Vielleicht kann der neue Coach den US-Amerikaner ja wieder in die Spur bringen.

Die zuletzt mäßigen Auftritte der Mannschaft sind allerdings nicht nur an den beiden Johnsons festzumachen. Insgesamt agierte das Team deutlich unter dem Level, das man zum Saisonstart erreicht hatte.