Preußen klar auf Aufstiegskurs

Thomas Schuimer (links) holte im unteren Paarkreuz wichtige Punkte für die Preußen.Foto:Svenja Hanusch.
Thomas Schuimer (links) holte im unteren Paarkreuz wichtige Punkte für die Preußen.Foto:Svenja Hanusch.
Foto: Svenja Hanusch

Hattingen..  So leicht wie in diesem Jahr war der Aufstieg in die Tischtennis-Verbandsliga schon lange nicht mehr. Leicht heißt aber nicht, dass es in der Landesliga keine Qualität gäbe. Die gibt es schon. Aber am Ende der Saison steigen halt drei Mannschaften auf. Und natürlich – da will auch der SSV Preußen Elfringhausen gerne dabei sein.

Es sieht auch nicht schlecht aus. Die Preußen beendeten die Hinrunde auf dem zweiten Tabellenplatz, und auf den vierten Rang haben sie drei Punkte Vorsprung. Das ist zwar nicht die Welt, aber doch schon ein kleines Polster.

„Wenn man bedenkt, wie die Hinrunde gelaufen ist, dann können wir schon zufrieden sein“, sagt Preußens Spitzenspieler Arnold Tischlik. Denn zwischenzeitlich gab schon einige Rückschläge. Erinnert sei nur an das 2:9 gegen Remscheid. Bei Remscheid handelt es sich zwar um den Spitzenreiter, also um eine richtig starke Mannschaft, doch ein 2:9 war dann doch schon ein bisschen happig. „Das war auf jeden Fall ernüchternd“, sagt Arnold Tischlik, der in diesem Spiel auch mit seiner eigenen Leistung haderte. „Da war ich gar nicht richtig an der Platte“, so Preußens Nummer eins. Und weil auch Robin Owczarcak an diesem Tag komplett leer ausging, kam das obere Paarkreuz auf eine Bilanz von 0:4. „So etwas ist natürlich kaum zu kompensieren, und auch bei der Niederlage gegen Annen ist es für uns nicht gut gelaufen“, sagt Tischlik, der mit Sicherheit zu den besten Spielern der Liga gehört, der gelegentlich aber auch an sich zweifelte. „Ich weiß auch nicht, was da los war“, sagt er. „Ich war nicht verletzt, und ich habe dann sogar mehr trainiert als früher, aber irgendwie war der Wurm drin.“ Der Wurm ist mittlerweile wieder raus, Tischlik zeigte zuletzt wieder seine gewohnte Form und schloss die Hinrunde an Brett eins mit einer Bilanz von 17:4 ab.

„Darüber kann ich noch froh sein“, sagt er. „Ich habe ein paar Spiele glücklich gewonnen, und ich habe sicher schon besser Tischtennis gespielt. Aber jetzt bin ich froh, dass es zum Schluss wieder lief, und dass die Mannschaft jetzt wieder eine Nummer eins hat, auf die sie sich verlassen kann.“

Ebenfalls deutlich positiv schlossen Robin Owczarczak (13:6) im oberen Paarkreuz, Bernd Kopper (9:5) in der Mitte und Frank Schillen (13:3) im unteren Paarkreuz ab. „Bei Frank Schillen ist das kein Wunder“, so Arnold Tischlik. „Er bringt ja seit Jahren diese Bilanzen.

Gut zurechtgefunden in der Liga hat sich auch Thomas Schuimer (6:9), der aus der Bezirksklassen-Mannschaft der Preußen aufrückte, weil Ralf Drews berufsbedingt kürzer treten musste. „Thomas hat für uns in einigen Spielen ein paar ganz wichtige Punkte geholt“, schickt Tischlik ein Lob in Richtung seines Mannschaftskollegen.

Es ist zwar noch eine komplette Rückrunde zu spielen, doch als Aufstiegskandidat muss man über die Saison hinausdenken. Muss die Mannschaft also verstärkt werden? „Man sollte sie verstärken“, sagt Arnold Tischlik. „Fakt ist aber erst einmal, dass wir eine gute Mannschaft haben. Und wenn dann jemand dazu kommt, dann muss er uns auch richtig weiterhelfen. Das müsste dann ein Spieler für oben sein oder eine gute Nummer drei. Aber einen solchen Spieler an sich zu binden, ist natürlich nicht ganz so leicht.“