Platz zwei reicht Hedefspor zum Aufstieg

Einen ganz großen Schritt Richtung Westfalenliga kann  Orhan Yigit am Sonntag mit Hedefspor machen.Foto:Ziegler
Einen ganz großen Schritt Richtung Westfalenliga kann Orhan Yigit am Sonntag mit Hedefspor machen.Foto:Ziegler
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Was wir bereits wissen
Nach aktuellem Stand steigt nach der Saison auch der Vizemeister direkt auf. Hedefspor erwartet Sodingen zum Topspiel

Hattingen..  Ein großes Spiel für Hedefspor. Am Sonntag erwartet der Hattinger Landesligist auf dem Platz an der Munscheidstraße den SV Sodingen. Und in diesem Spiel geht es um Platz zwei, der den Weg in die Westfalenliga ebnen würde.

Die Entwicklung ist wirklich erstaunlich. Eigentlich war dieser zweite Platz noch nicht einmal als Relegationsplatz vorgesehen, durch die Ereignisse in den höheren Ligen ist Rang zwei jetzt aber sogar ein direkter Aufstiegsplatz. „Das ist Stand jetzt. Wer weiß aber schon, was noch alles passiert“, sagt Reinhold Spohn, der Chef des Verbandsfußballausschusses und Staffelleiter von Regionalliga-West und Oberliga.

Spohn macht mit Blick auf die Westfalenliga folgende Rechnung auf: Aus beiden Staffeln (zusammen 32 Vereine) steigen drei Klubs auf und sechs ab. Macht neun Abgänge. Da es mit Zweckel oder Westfalia Herne nur einen Absteiger aus der Oberliga in die Klasse gibt (der VfB Hüls geht in die Bezirksliga), sind acht freie Plätze zu vergeben. Spohn: „Damit steigen vier Landesliga-Meister und die vier Vizemeister auf. Eine Relegation entfällt.“ Was bedeutet: Hält Hedefspor den zweiten Platz, müssen sich die Hattinger nicht durch die Relegation quälen. Wie gesagt: Das ist der aktuelle Stand, im Fußball kann viel passieren.

„Das ist ja cool“, sagt Hedefspor-Trainer Holger Aden, der davon ausgegangen war, dass auf jeden Fall eine Relegation gespielt werden muss. An seiner grundsätzlichen Einstellung ändert diese Nachricht aber wenig. „Wir haben da überhaupt keinen Druck“, so der ehemalige Profi. „Wir nehmen es so, wie es kommt.“

Einiges spricht im Moment dafür, dass es für Hedefspor gut ausgeht. Die Hattinger haben zurzeit drei Punkte Vorsprung auf Sodingen und das um sieben Treffer bessere Torverhältnis. Auf das Torverhältnis schaut Holger Aden aber weniger. „Es ist ja schon vorgekommen, dass es gegen Ende einer Saison deutliche Ergebnisse gibt“, sagt er dann.“

Yusuf und Serkan Aydin gehen

Aden geht davon, dass schon ein Unentschieden die Hattinger ein großes Stück weiterbringen würde. „Ich sage einmal, dann wären wird zu 99 Prozent durch“, so Aden.

Diese Gedankenspiele ändern aber nichts an der taktischen Ausrichtung, mit der Hedefspor in dieses Spiel gehen wird. Auf einen Punkt spielen – das gibt es bei Holger Aden nicht. „Das können wir auch gar nicht“, sagt er dann. „Wir spielen nach vorne.“

Im Spiel gegen den SV Sodingen werden die Hattinger auf Kai Kwiatkowski und Florentin Cheuffa verzichten müssen. Im Kader stehen dagegen Yusuf und Serkan Aydin, deren Zeit bei Hedefspor aber in einigen Wochen zu Ende gehen wird. Beide wurden vom TuS Heven bereits als Zugänge für die neue Saison gemeldet. „Ja, sie sind weg“, bestätigt Holger Aden. „Doch wir sind ja auch mit potenziellen Zugängen im Gespräch. Es waren auch schon einige Spieler zum Probetraining da.“