Peinliches Aus für die TSG Sprockhövel

Zwei gegen einen: Phillipp Schulz (rechts) und Niklas Orlowski beim Versuch, einen Herdecker Angriff zu unterbinden.Foto:Mark Sonneborn
Zwei gegen einen: Phillipp Schulz (rechts) und Niklas Orlowski beim Versuch, einen Herdecker Angriff zu unterbinden.Foto:Mark Sonneborn
Foto: Mark Sonneborn

Sprockhövel.. TSG Herdecke -
TSG Sprockhövel 2:0

Au weia. Fußball-Oberligist TSG Sprockhövel blamierte sich am Mittwochabend bis auf die Knochen. Das Halbfinalspiel gegen den Bezirksligisten TSG Herdecke ging mit 0:2 (0:1) verloren. Sprockhövel ist damit aus dem Wettbewerb ausgeschieden.

Sprockhövels Trainer, der zuletzt noch voll des Lobes war, wenn er über seine Mannschaft sprach, war diesmal reichlich angefressen. „Das war mit Abstand die schlechteste Leistung, die ich seit langer Zeit gesehen habe“, zürnte Robert Wasilewski.

Eigentlich wurde in Herdecke schon recht schnell klar, dass die Sprockhöveler nicht richtig bei der Sache waren. Denn die Gastgeber hätten schon nach 120 Sekunden in Führung gehen können. Sprockhövels Abwehr wirkte fahrig und unkonzentriert, und auch Torwart David von Hagen bekam den Ball nicht richtig weg. Dass es nicht schon zu diesem frühen Zeitpunkt einschlug, lag daran, dass Niklas Orlowski aufpasste und den Ball noch von der Torlinie kratzte.

Also eine Schrecksekunde in der Anfangsphase des Spiels, doch ein Weckruf war diese Szene für die Sprockhöveler nicht. Sie spielten pomadig und einfallslos. Allerdings machten es ihnen die Gastgeber auch nicht leicht. Denn Herdecke stand extrem tief, und wenn eine Mannschaft so auftritt, dann tun sich die Sprockhöveler schwer.

„Wir sind hier absolut ideenlos aufgetreten“, kritisierte Wasilewski. „Von einem Drei-Klassen-Unterschied war auf jeden Fall überhaupt nichts zu sehen.“

Rückstand nach Ballverlust

Die Anfangsphase überstanden die Sprockhöveler also noch, doch in der 29. Minute war es dann doch passiert. Emre Karaca leistete sich im Mittelfeld einen Ballverlust, und anschließend verlor Leroy Kwadwo noch einen Pressschlag. Die Herdecker waren durch und kamen so zur 1:0-Führung.

Wer nun ein großes Aufbäumen des Favoriten erwartet hatte, der sah sich getäuscht. Sprockhövel spielte weiterhin uninspiriert und entwickelte auch keinen Druck, der die Herdecker zu Fehlern hätte zwingen können. Eigentlich hatten die Gäste überhaupt keine richtige Torchance, und nach 67 Minuten kassierten sie auch noch das 0:2.

Herdecke feierte nach dem Abpfiff den unerwarteten Sieg gegen den Titelverteidiger, und auch Robert Wasilewski erkannte an, dass der Erfolg des Außenseiters verdient war. „Für Herdecke war es das Spiel des Jahres“, so der TSG-Trainer. „Mir hat das Spiel gezeigt, auf wen ich mich verlassen kann. Und auf wen nicht.“

Tore: 1:0 Isak El Basraoui (29.), 2:0 Florian Devermann (67.).
Sprockhövel: von Hagen, Oberc, Akgül (54. Bukowski), Akyürek, Padovan, Karaca, Schulz, Orlowski (76. Wasilewski), Kwadwo, R. Meister, Dudda (67. Heiserholt).