Obersprockhövel wird hoch gehandelt

Gegen den SC Obersprockhövel hat Phillipp Schulz (Bildmitte) mit der TSG Sprockhövel schon öfter gespielt. In der Saison 2015/2016 läuft er dann aber mit dem SCO auf.Foto:Svenja Hanusch
Gegen den SC Obersprockhövel hat Phillipp Schulz (Bildmitte) mit der TSG Sprockhövel schon öfter gespielt. In der Saison 2015/2016 läuft er dann aber mit dem SCO auf.Foto:Svenja Hanusch
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Sprockhövel..  In der vergangenen Saison war die Zielsetzung von Landesliga-Aufsteiger SC Obersprockhövel klar umrissen. Den Klassenerhalt wollte der Neuling schaffen, mehr nicht. In der nächsten Saison könnte es aber etwas mehr werden.

Von einigen Experten werden die Obersprockhöveler sogar zu den Aufstiegsfavoriten gezählt, doch das sieht Sascha Höhle, der die Mannschaft weiterhin gemeinsam mit Jörg Niedergethmann trainiert, ganz anders. „Das ist uns ja auch schon so gesagt worden“, so der ehemalige Jugend-Nationalspieler. Darauf habe ich dann gefragt: Welche von den Top-Mannschaften haben wir denn in der vergangenen Saison denn geschlagen? Das war ja nur Linden, das am Ende Tabellenvierter wurde.“

Höhle hat in der Staffel auch schon einen ganz persönlichen Favoriten ausgemacht - nämlich Aufsteiger Concordia Wiemelhausen. „Wenn alles normal läuft, dann marschiert Wiemelhausen durch“, sagt Höhle. Für seine eigene Mannschaft wünscht er sich weiterhin, dass möglichst schnell ein Polster zu den unteren Tabellenrängen angelegt wird. Die Obersprockhöveler wollen zeitig Ruhe haben und dann schauen, was die Saison noch bringen kann.

Die Fußballer vom Schlagbaum gehen die Spielzeit 2015/2016 mit einer stark veränderten Mannschaft an. Stefan Gosing, Joel Sczesny, Muhidin Ramovic, Dominique Schaub, Nermin Jonuzi und Tom Hofmann haben den Verein verlassen. Auf der anderen Seite stehen die Zugänge Patrick Knieps, Christian Kalina, Phillipp Schulz, Pascal Plohmann und Mirco Heinzer. Der SCO hat also einen Umbruch vollzogen. „Wir hätten gerne noch einen Stürmer geholt“, sagt Sascha Höhle. „Doch das hat nicht geklappt. Aus welchen Gründen auch immer.“

Denn Obersprockhövelern fehlt nach dem Abgang von Muhidin Ramovic eine richtiger Strafraumstürmer. Doch Ramovic hat in der vergangenen Saison wegen diverser Verletzungen ja nicht allzu oft gespielt. Offensiv scheint der SCO aber dennoch gut aufgestellt. Vielleicht sind wird jetzt flexibler“, sagt Höhle, der sich Nikita Wirt, Dustin Najdanovic und auch Bülent Gündüz weit vorne vorstellen kann. Für Wirt würde dann der Wechsel vom Innenverteidiger zum Stürmer endgültig vollzogen. „Nikita kann auf vielen Positionen spielen“, sagt Höhle. „Doch wir sehen ihn im Moment eher vorne.“

Auch in der Abwehr sollte es für die Obersprockhöveler keine Probleme geben. Ganz hinten schon einmal gar nicht. Zwar haben sich mit Stefan Gosing und Joel Sczesny zwei Torhüter verabschiedet, doch mit Patrick Knieps und Pascal Plohmann wurden zwei sehr starke Keeper hinzu gewonnen. Plohmann laboriert aktuell aber noch an den Folgen eines Kreuzband-Anrisses, soll aber bald wieder ins Training zurückkehren.

Auch die Viererkette ist gut aufgestellt sein. Mit Christian Kalina gibt es einen neuen Innenverteidiger und mit Phillipp Schulz und Mirco Heinzer zwei neue gelernte Außenverteidiger. Hinten sollte beim SC Obersprockhövel also nichts anbrennen.

Ganz starke Rückrunde

Und auch im Mittelfeld, also in der Schaltzentrale, gibt es einige Alternativen. Wichtig war in der vergangenen Saison, dass Brian Siewecke als Sechser zur Rückserie zurückkehrte. Sicherlich kommen aber auch Tobias Voshage und Fabian Hennig für diese Position in Frage. „Es soll aber nicht nur an einem Spieler hängen, wir wollen die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilen“, sagt Höhle. „Aber ich bin schon recht zuversichtlich, dass wir eine gute Saison spielen werden. Wir müssen nur ganz schnell Konstanz reinbekommen. Anders als in der letzten Saison, als in der Hinrunde ja überhaupt nichts zusammenlief. Dafür war die Rückserie dann aber wirklich richtig gut.“