Obersprockhövel hat leichtes Spiel

Dustin Najdanovic. hätte in der Schlussphase noch auf 4:0 erhöhen können, vergab seine Chance aber.
Dustin Najdanovic. hätte in der Schlussphase noch auf 4:0 erhöhen können, vergab seine Chance aber.
Foto: Fischer / WAZ FotoPool
3:0 siegte der SC Obersprockhövel über SW Wattenscheid. SCO-Coach Sascha Höhle war trotzdem nicht ganz zufrieden.

SC Obersprockhövel -
SW Wattenscheid 3:0

T ore: 1:0 Fabien Henning (27.), 2:0 Dario Verres (41.), Tim Joppe (54.).
SCO: Sczesny, Verres, Rosenbach, Schwoche, Jonuzi, Gummersbach (80. Hustert), Sieweke, Gündüz (46. Joppe), F. Voshage, Najdanovic (67. Eshetu-Hassen), Henning.

Die Statistik der vergangenen fünf Spiele liest sich gut. 13 Punkte hat der SC Obersprockhövel gewonnen und bleibt nach dem 3:0-Sieg gegen Schwarz-Weiß Wattenscheid weiter auf Erfolgskurs.

Allerdings war das Spiel an sich eines der schwächeren des SCO. Die Schlagbaum-Elf knüpfte nicht an der Leistung der vergangenen Woche an, sondern wirkte über weite Strecken der Partie lethargisch. „Wattenscheid war aber auch sehr harmlos, das war unser Glück“, gab Obersprockhövels Trainer Sascha Höhle zu.

Denn der Westfalenliga-Absteiger brachte den SCO zu keiner Zeit wirklich in Bedrängnis. „Joel Sczesny musste sich heute nicht auszeichnen, weil er keinen Ball aufs Tor bekam“, so Höhle, der im gleichen Zug auch seine Verteidigung lobte. „Die hat gut gestanden und auch nichts anbrennen lassen.“ Ein positiver Aspekt, den er und die Mannschaft aus einem sonst zerfahrenen Spiel ziehen.

Geniestreich von Brian Sieweke

Dadurch, dass sich auch die Wattenscheider Fehlpässe leisteten, gaben sie den Obersprockhövelern Schützenhilfe. Denn die brachten dann doch zwei sehr schöne Spielzüge zustande. Nermin Jonuzi spielte mit Bülent Gündüz einen Doppelpass und brachte eine Flanke auf Fabien Henning. Es passte allerdings ins Bild des Spiels, dass Henning den Ball vor sein Schienbein bekam und er von dort ins Tor sprang. „Aber der Spielzug war gut, Bülent hat beim Doppelpass auch mit der Hacke gespielt“, lobte Höhle seine Spieler.

Brian Sieweke gelang ebenfalls ein Geniestreich, als er nach 40 Minuten den Ball über die gegnerische Innenverteidigung lupfte, wo Fabian Voshage frei vor dem Wattenscheider Keeper Christian Möller auftauchte. Voshage legte zum mitgelaufenen Dario Verres quer, der nur noch einschieben musste.

So war das Spiel schon relativ früh entschieden, weil sich am Verlauf nicht viel änderte. Der SCO arbeitete gut nach hinten mit, so dass bei Gegenangriffen der Ball schnell die Seiten wechselte. Höhle hätte sich aber noch mehr Pressing gewünscht, um klarer zu den Torchancen zu kommen. Die ergaben sich nach dem 3:0, das der eingewechselte Tim Joppe nach 54 Minuten erzielte, am Ende noch zu Hauf. Doch weder Joppe zum Zweiten noch Dustin Najdanovic, Henning und Jonuzi verwerteten die Abschlusssituationen. So blieb es beim vom Ergebnis her klaren Erfolg für den SCO.

„Wichtig waren die Punkte gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. In der Hinrunde haben wir gute Spiele gezeigt und verloren, diesmal hat es auf einem anderen Wege geklappt“, so Höhle.