Niederwenigern setzt auf die Rückrunde

Der Kapitän geht von Bord: Für Florian Weßendorf (rechts) steht aus beruflichen Gründen ein Umzug in die Schweiz an.Foto:Olaf Ziegler
Der Kapitän geht von Bord: Für Florian Weßendorf (rechts) steht aus beruflichen Gründen ein Umzug in die Schweiz an.Foto:Olaf Ziegler
Foto: WAZ FotoPool / Olaf Ziegler

Hattingen..  Platz acht und 29 Punkte aus 19 Spielen: Das ist die Bilanz der zweiten Mannschaft der Sportfreunde Niederwenigern in der bisherigen Kreisliga A-Saison. Vor der Spielzeit hatte das Team von Trainer Jens Haase allerdings mehr erhofft und auch erwartet.

Der Start

Die Vorbereitung auf das zweite A-Liga-Jahr nach dem Abstieg aus der Bezirksliga lief eigentlich recht ordentlich, und die Stimmung im Team war positiv. Die erste kalte Dusche und damit auch eine bittere Ernüchterung traf die Schwarz-Gelben dann aber schon am ersten Spieltag. 0:4 verloren die Sportfreunde beim Bezirksliga-Absteiger Heisinger SV. Viel schlimmer als das nackte Ergebnis war aber die Art und Weise der Niederlage. „Wir haben überhaupt nicht dagegen gehalten und so gar nicht das gemacht, was wir in der Vorbereitung gezeigt haben“, sagt Trainer Jens Haase. „Das war schon ein herber Dämpfer direkt am Anfang.“ Nach einem 4:2-Sieg gegen den anfänglich schwächelnden SV Kray 04, gab es eine erneute Pleite gegen den ESC Rellinghausen.

Die Tiefpunkte

Neben der Auftaktniederlage beim Heisinger SV mussten die Wennischen aber noch weitere Tiefschläge hinnehmen. Zum Beispiel im Spiel gegen die SpVg. Steele. 2:5 ging die Partie verloren. „Da haben wir uns einfach ergeben“, sagt Haase. „Wir stehen zurecht auf dem achten Platz, weil wir gegen keinen der Vereine über uns gewonnen haben.“ Dass es nicht so rund lief wie erwünscht, hatte aber auch damit zu tun, dass sich immer mehr Spieler verletzten und die Personaldecke immer dünner wurde. Zudem kippte im Oktober ein wenig die Stimmung in der Mannschaft. „Einige Spieler wollten mehr spielen und waren aufgrund ihrer Einsatzzeiten nicht zufrieden“, sagt Haase. „Aber das haben wir nun endgültig geklärt, bei uns ist wieder alles in Ordnung.“

Die Höhepunkte

Nicht zu vergessen neben all den kleinen und größeren Problemen sind aber auch die guten Leistungen der Haase-Elf. So spielten sich die Hattinger beim 7:3-Sieg beim VfL Kupferdreh in einen kleinen Rausch. Nach 25 Minuten führten die Sportfreunde schon mit 5:0. Und auch die Partie beim Spitzenreiter SG Kupferdreh-Byfang gehörte sicherlich zu den stärksten Auftritten. Zwar verloren die Sportfreunde die Partie mit 1:3, hielten aber lange Zeit richtig gut mit, verpassten es aber, die guten Chancen in Tore umzumünzen, „Gegen den Spitzenreiter haben wir gut gespielt und haben immer wieder die zweiten Bälle erobert“, so Haase.

Die Aussichten

Die Ziele für die am Sonntag startende Rückrunde sind klar gesetzt. „Wir wollen auf jeden Fall mehr Punkte holen als in der Hinrunde“, sagt Haase. „Den großen Abstand zu den vorderen Plätzen wollen wir verkürzen und wenn möglich noch den ein oder anderen Platz nach oben klettern.“ Beim Personal hat sich bei den Sportfreunden auch das ein oder andere getan. So wird Kapitän Florian Weßendorf erst einmal nicht mehr die Fußballschuhe für die Hattinger schnüren, da berufsbedingt ein Umzug in die Schweiz ansteht. Hinzu kommt, dass Sommerzugang Nils Eisel ebenfalls mit dem Fußball aufhört. „Nach der dritten schweren Knieverletzung in drei Jahren kann man das verstehen“, so Haase. Zudem verlässt Co-Trainer Thomas Daul den Verein. Den drei Abgängen stehen aber drei Zugänge gegenüber. Timo Cornelsen, der zuvor in der A-Jugend in Niederwenigern spielte, rückt nach einem halben Jahr Pause in die zweite Mannschaft. Außerdem kann Sebastian Paas nach mehr als einem Jahr Verletzungspause endlich wieder mitwirken. Der dritte Zugang im Bunde ist ein alter Bekannter. Ercan Kizan kehrt nach seinem Gastspiel bei Hedefspor Hattingen wieder zu den Sportfreunden zurück und verstärkt zunächst die zweite Mannschaft. „Mir ist lieber ein schlechte Hinrunde und dann eine gute Rückrunde als andersherum. Dann haben wir immerhin das Positive zum Schluss“, sagt Jens Haase.