Niederwenigern bleibt in der Landesliga

Florian Machtemes (links) traf doppelt, Steffen Köfler (Mitte) organisierte die Verteidigung und Fabian Lümmer sorgte immer wieder für Unruhe im gegnerischen Strafraum, auch wenn ihm kein Tor vergönnt war.
Florian Machtemes (links) traf doppelt, Steffen Köfler (Mitte) organisierte die Verteidigung und Fabian Lümmer sorgte immer wieder für Unruhe im gegnerischen Strafraum, auch wenn ihm kein Tor vergönnt war.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
In einer hochklassigen Relegations-Partie schlagen die Sportfreunde Grün-Weiß Wuppertal. Machtemes und Müller treffen doppelt, Köfler überragt in der Innenverteidigung

SF Niederwenigern -
TuS GW Wuppertal 6:1

Tore: 1:0 Florian Machtemes (6.), 1:1 (22.), 2:1 Dominik Enz (25.), 3:1 Sidney Rast (51.), 4:1 Marius Müller (67.), 5:1 Florian Machtemes (78.), 6:1 Marius Müller (85.).
SFN: Paries, N. Lümmer, Rast, Müller (88. Serrano-Nieto), Machtemes (79. Kraushaar), Moreno Gonzalez, F. Lümmer, Feldmann, Köfler, Angerstein, Enz (74. Konrad).

„Wir steigen niemals ab, wir steigen niemals ab“, skandierte die Anhängerschaft der Sportfreunde nach dem triumphalen 6:1-Erfolg über Grün-Weiß Wuppertal. Ob dem so ist, wird sich in Zukunft zeigen müssen. Erstmal jedoch lässt sich feststellen: Durch den hochklassig herauskombinierten Erfolg spielen die Sportfreunde Niederwenigern auch in der nächsten Spielzeit in der Landesliga.

„Wenn du in die Top zehn kommst, hast du eigentlich eine gute Saison gespielt. Nur in dieser Liga bedeutet Platz zehn halt zwei Extra-Partien“, sagte SFN-Trainer Jürgen Margref nach Schlusspfiff mit einem Lächeln im Gesicht.

Gut 50 Minuten bestimmten die Sportfreunde zwar das Geschehen dieser zweiten Extra-Partie, konnten aber nicht die gewünschte Torausbeute erzielen. Zwar hatten Florian Machtemes und Dominik Enz binnen 25 Minuten zwei Tore erzielt, der Gast aus Wuppertal aber traf ebenfalls: In der 22. Minute mit einem sehenswerten Volleyschuss zum zwischenzeitlichen 1:1.

Als Außenverteidiger Sidney Rast in der 51. Minute dann zum vorentscheidenden 3:1 traf, ahnten einige bereits, dass es mit einem weiteren Jahr in der Landesliga klappen könnte. „Ich war mir erst nach dem 4:1 sicher“, gestand Margref, und fügte an: „Warum muss man es so spannend machen?“ Als der Bann dann aber gebrochen war, fabrizierten die Sportfreunde Fußball vom Feinsten. Besonders das von Margref betonte 4:1 glich einem Kunstwerk: Der überragende 20-jährige Steffen Köfler, den Margref überraschenderweise in der Innenverteidigung aufbot und der seinen Job erledigte, als hätte er nie etwas anderes gemacht, spielte nach einem Ballgewinn einen wohlüberlegten öffnenden Pass auf die rechte Außenbahn. Dort legte Dominik Enz direkt quer auf Marius Müller, der den Ball perfekt in den Lauf von David Moreno Gonzalez durchsteckte. Traf Moreno Gonzalez nur den Pfosten, so war Müller beim Abstauber zur Stelle und bugsierte das Spielgerät über die Linie. Gut zehn Minuten später ein weiteres Kabinettstückchen: Florian Machtemes erlief einen minimal zu lang gespielten Pass, umkurvte den Torwart und schob den Ball ins Netz.

Mit Müllers nicht minder sehenswertem zweiten Treffer war das Endergebnis besiegelt. Im Sprint liefen alle zum Torschützen, der sich ins Publikum gestürzt hatte. Die letzten Minuten nutzten die Sportfreunde für ein Schaulaufen, zu ausgelaugt waren sie nach den kräftezehrenden Relegationsspielen.