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Niederwenigern behält die Nerven

10.06.2012 | 19:15 Uhr
Niederwenigern behält die Nerven

2:1-Sieg beim FSV Vohwinkel durch Tore der Gebrüder Lümmer sichert dem Aufsteiger den Klassenerhalt aus eigener Kraft.

FSV Vohwinkel -
SF Niederwenigern1:2

Tore: 0:1 Fabian Lümmer (30.), 0:2 Niklas Lümmer (77.), 1:2 Bastian Zarnekow (80.).
FSV: Hendricks, Özcan (74. Gaißmayer), Cansiz, Zarnekow, Knoche, Seemann, Taki, Temel, Winter, Thomas (57. Kilumana), Kremser (46. Mohr).
SFN: Paries, Hendricks, Ammersilge (46. C. Weiß), Feldmann, Kniest, Angerstein (88. Tempel), Machtemes (75. Schmischke), N. Lümmer, John, Plückthun, F. Lümmer.

Als Schiedsrichter Niklas Sapountzoglou die Partie in Vohwinkel abpfiff, da kannte der Jubel der Sportfreunde und ihres Anhangs keine Grenzen: Mit dem 2:1-Erfolg hatte Niederwenigern den Klassenerhalt aus eigener Kraft sicher gestellt.

Während die Spieler mit den zahlreichen Fans feierten, fiel von Trainer Jürgen Margref eine Last ab. „Was war das für eine Anspannung in der Rückrunde“, sagte er. Auch bezogen auf die Partie beim FSV Vohwinkel war Margref erleichtert. „Zum Glück ist da nicht noch ein Ball durchgerutscht. Das wäre so bitter gewesen.“ Nur durch einen Sieg war man komplett unabhängig von den Ergebnissen der Regionalliga-Qualifikation und der Landesliga – die Klasse war sicher.

Zuvor hatten die Hausherren Niederwenigern das Leben schwer gemacht. Auf dem schwierig zu bespielenden Ascheplatz hatten die Gäste trotzdem den besseren Start. Zuerst verzog Niklas Lümmer einen Schuss aus 16 Metern (11.), dann legte der zweite Lümmer-Bruder Fabian zurück auf Marcus John (16.), der den Ball allerdings auch nicht im Netz unterbrachte. Nach 30 Minuten dann endlich der erste Jubel, nachdem ein Torschuss von Kapitän Lauritz Angerstein abgefälscht wurde und bei Fabian Lümmer landete, der sicher zur Führung verwandelte. Auch nach dem Seitenwechsel hatte Niederwenigern gute Chancen. So tauchte Torschütze Lümmer häufiger vor dem gegnerischen Tor auf, entweder war der Pass auf ihn aber einen Tick zu lang, oder er wurde in letzter Sekunde geblockt.

Das hätte sich fast gerächt. Vohwinkles quirliger Stürmer Kouadia Wilfried Taki entwischte den Innenverteidigern Martin Kniest und Fabian Feldmann und lief frei aufs Tor zu – er setzte den Ball aber hauchdünn daneben (66.). Auf der anderen Seite durften die Sportfreunde ein zweites Mal jubeln. Nach einem Freistoß von Nico Plückthun war Niklas Lümmer am langen Pfosten ganz frei und nutzte die Chance zum 2:0 (77.) – jetzt schien der Klassenerhalt sicher.

Aber die Gastgeber, die schon vorher heftige Gegenwehr geleistet hatten, bäumten sich noch einmal auf. Trainer Holger Gaißmayer, ehemaliger Bundesligaspieler für den 1. FC Köln, wechselte sich unter anderem selbst ein. Und der Druck hatte Erfolg: Nur drei Minuten nach Lümmers Treffer rutschte ein Freistoß von rechts am langen Pfosten durch, so dass weder Torhüter Daniel Paries noch Martin Kniest das Gegentor verhindern konnten. Mehr sollte allerdings nicht passieren, im Gegenteil ließen die Sportfreunde vorne große Chancen zur endgültigen Entscheidung ungenutzt. Am Ende war das allen völlig egal, auch das „Netzwerk“, das die Sportfreunde laut Fußball-Abteilungsleiter Bertold Pieper über die Entwicklungen auf den anderen Plätzen informieren sollte, wurde, zum Glück, nicht benötigt.

Sebastian Schneider

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