Niederbonsfeld sucht noch die Balance

Als einen der „ganz jungen Wilden“ bezeichnet Trainer Marcel Manzombe Timo Kemper (links). Der Stürmer hat schon zwölf Tore geschossen.Foto:Volker Speckenwirth
Als einen der „ganz jungen Wilden“ bezeichnet Trainer Marcel Manzombe Timo Kemper (links). Der Stürmer hat schon zwölf Tore geschossen.Foto:Volker Speckenwirth
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Hattingen..  Für den Fußball-A-Kreisligisten SuS Niederbonsfeld geht die Saison am kommenden Wochenende weiter. Das letzte Spiel fand kurz vor Weihnachten statt, und am 2. Januar wurde schon wieder das Training aufgenommen. „Richtig frei hatten wir eigentlich nur an und zwischen den Feiertagen“, sagt Trainer Marcel Manzombe, der mit seiner Mannschaft als Tabellensiebter ins neue Jahr ging. Damit ist der SuS im Prinzip auch im Soll.

Der Start

Die verjüngte Bonsfelder Mannschaft startete geradezu traumhaft in die Saison 2014/2015 - nämlich mit Siegen gegen Rellinghausen II (5:0), Preußen Eiberg (7:4), Steele 03/09 (2:0) und SV Leithe (3:0). Niederbonsfeld führte nach dem gelungenen Auftakt die Liga an. Erst im Spiel gegen BG Überruhr setzte es mit 0:2 die erste Niederlage. „Der Start war natürlich toll“, sagt Marcel Manzombe. „Aber inzwischen sieht man auch, dass die Konstellation für uns anfangs sehr gut war. Denn die meisten der Mannschaften, mit denen wir es zu Beginn zu tun bekommen haben, sind jetzt doch im unteren Tabellenbereich zu finden.“

Die Höhepunkte

Natürlich muss man den Start nennen. Marcel Manzombe hat aber vor allem der 2:0-Sieg beim Bezirksliga-Absteiger Steele gefallen. Da hat die Mannschaft so gespielt, wie es sich der Trainer vorstellt – hinten kompakt, und der Weg nach vorne wurde über schnelle Konter gesucht. Dieses Spiel liegt dem SuS, der auch die beste Auswärtsbilanz der Liga hat.

Die Tiefpunkte

Nicht gefallen haben Manzombe die Auftritte kurz vor Weihnachten - vor allem die Spiele gegen Kupferdreh (0:4) und die Sportfreunde 07 (1:2). Generell zu verbessern sind zudem die Auftritte vor heimischer Kulisse, denn in der Heimtabelle liegt der SuS nur auf Rang 16. Doch der Trainer kann das erklären. „Vielleicht setzen sich gerade die jungen Spieler in Heimspielen zu sehr unter Druck“, sagt er. „Da wollen sie sich zeigen, da wollen sie auch das Spiel machen. Aber das liegt uns noch nicht so.“ Einen ganz bitteren Tag gab es für den SuS beim Derby gegen die zweite Mannschaft der Sportfreunde Niederwenigern. Nicht wegen des Ergebnisses, denn der SuS gewann mit 3:2. Aber in diesem Spiel zog sich Martin Weiß einen Kreuzbandriss zu. „Er fehlt jetzt nicht nur als Torjäger, sondern auch als Persönlichkeit“, sagt Marcel Manzombe.

Der Aufsteiger

Für Tore sorgt in Niederbonsfeld jetzt in erster Linie Timo Kemper, der sein erstes Jahr bei den Senioren verbringt. „Wir haben hier viele junge Wilde, aber das ist ein ganz junger Wilder“, beschreibt Manzombe den Stürmer, der es schon auf zwölf Tore gebracht hat. Kemper ist schnell, technisch beschlagen und schussstark. Aber dazu lernen muss auch er noch. „Das Kopfballspiel liegt ihm nicht“, sagt Marcel Manzombe, der auch einem anderen Talent eine gute Rückrunde zutraut. Nämlich Viktor Rozalski, der verletzungsbedingt aber noch nicht oft zeigen konnte, was er drauf hat.

Die Aussichten

Einen Platz klettern würde Marcel Manzombe noch gerne. „Wenn wir hinter Mannschaften wie Steele, Kupferdreh und Rüttenscheid, die sich jetzt noch einmal verstärkt haben, und hinter Heisingen und Yurdum Spor einlaufen, dann können wir alle zufrieden sein“, sagt der Trainer. „Das wäre eine gute Platzierung,die jungen Spieler hätten schon Erfahrungen bei den Senioren gesammelt, und vielleicht können wir dann irgendwann auch wieder einmal oben angreifen. Wir haben hier ein richtig gutes Team. Jetzt müssen wir aber dafür sorgen, dass dieses Team zusammenbleibt. Das wird die nächste schwierige Aufgabe.“