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Volleyball - Verbandsliga

Neues Team muss sich beweisen

29.09.2011 | 15:02 Uhr
Neues Team muss sich beweisen
Die Volleyball-Damen des TuS Hattingen starten am Wochenende in ihre neue Saison.Foto: Udo Kreikenbohm/WAZ FotoPool

Nachdem die Volleyballerinnen vom TuS Hattingen in der vergangenen Spielzeit den Verbandsliga-Klassenerhalt erst in der Relegation sichern konnten, startet am kommenden Wochenende die neue Saison. Die umfassenden Veränderungen hat das Team nach den Eindrücken aus der Vorbereitung gut verkraftet.

Mit Tina Hogrebe, Ayca Kiziltetik, Emel Akdeniz und Lisa Zagermann haben vier Stützen das Team im Sommer verlassen. „Die Heldinnen sind müde geworden“ hieß es damals, denn unter anderem diese Vier standen für eine äußerst erfolgreiche Generation von Hattinger Volleyballerinnen, die über mehrere Jahre an der Spitze der Verbandsliga mitspielten und nur knapp am Oberliga-Aufstieg scheiterten.

Dass diese Generation von Spielerinnen irgendwann abtreten würde, darauf hat man sich beim TuS seit zwei Jahren vorbereitet. „Damals hat sich Trainer Rainhard Wiesner auch im Jugendbereich engagiert“, sagt Teamsprecher Detlev Zagermann. Wiesner bildete eine Trainingsgruppe mit talentierten Mädchen, aus der jetzt drei den Sprung in den Verbandsliga-Kader gemacht haben: Nicole Benninghaus, Anna-Laura Timmer und Stephanie Morlock. Und, so Zagermann, in der Trainingsgruppe stecke noch weiteres Potenzial. Man warte nur darauf, dass weitere Nachwuchsspielerinnen der Jugend entwachsen.

Auch von außen hat sich der TuS verstärkt, die Gehörlosen-Nationalspielerin Inga Ragutt wird die Libero-Position übernehmen, das steht jetzt seit einigen Wochen fest. Ihre Nationalmannschaftskollegin Doris Bednarek konnte der TuS zwar am Ende doch nicht in seinen Reihen begrüßen, aber Ragutt hat sich mittlerweile bestens eingefügt in die Mannschaft. „Bei den Gehörlosen spielt sie ohne Hörgerät, da läuft die Kommunikation anders. Bei uns musst du dich mitteilen, musst du sagen, wenn du den Ball haben willst. Das macht sie mittlerweile aber auch richtig gut“, sagt Detlev Zagermann. „Sie ist wahnsinnig einsatzfreudig. Das ist schon ein starker Libero, den wir da erwischt haben.“

Das neue Team hat sich in der Vorbereitung bei mehreren Turnieren einspielen können. „Wir wollten den Mädchen die Verbandsliga-Realität zeigen. Deswegen haben wir Verbands- und Oberliga-Turniere gespielt“, sagt Zagermann. „Und mit Erfolg.“ Bei einem Verbandsligaturnier gab es einen zweiten Platz, unter Oberligisten fand man sich natürlich weiter hinten im Feld wieder. Bei den Turnieren imponierte die Unbekümmertheit des jungen Teams. „Sie haben keine Angst, das ist schon mal das Wichtigste“, so Zagermann.

Und so gehen die TuS-Damen positiv gestimmt in die kommende Saison, die am Samstag mit einem Auswärtsspiel beim VC SFG Olpe beginnt. Unter Wettkampfbedingungen wird sich dann erweisen, wie gut der Umbruch klappt. Bei allem Optimismus hat sich der TuS kein Saisonziel gesetzt. Zagermann sagt eher vorsichtig: „Diese Saison ist eine Wundertüte. Es sind einige Mannschaften neu dazugekommen, wir lassen und dieses Mal überraschen. Wir müssen daran denken, dass wir doch einen enormen personellen Verlust hinnehmen mussten.“ Auch mit Voraussagen was die Favoriten angeht, hält sich Zagermann zurück. „Damit sind wir im letzten Jahr ganz schön auf die Nase geflogen. Hoch einzuschätzen ist aber immer Holzwickede“, sagt er. „Die haben Frauen mit Zweitligaerfahrung dabei und spielen ihre Routine richtig gut aus.“

Sebastian Schneider

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2011-09-29 15:02
Hattingen Sprockhövel