Neue Hoffnung im Abstiegskampf

Die Mannschaft der TSG Sprockhövel II bejubelt den 2:0-Treffer vom später fünffachen Torschützen Emre Karaca .
Die Mannschaft der TSG Sprockhövel II bejubelt den 2:0-Treffer vom später fünffachen Torschützen Emre Karaca .
Foto: Fischer / Funke Foto Services

Sprockhövel..  Ein klares Ausrufezeichen hat am Ostermontag die TSG Sprockhövel II im Abstiegskampf in der Fußball-Kreisliga-A gesetzt. Auffällig bei dem 8:3-Erfolg gegen den direkten Konkurrenten TuS Esborn waren dabei einige Protagonisten auf Seiten der Sprockhöveler. Mit Phillip Schulz und Timo Janicki standen zwei Spieler aus dem Oberliga-Kader der TSG Sprockhövel auf dem Platz. Zudem verstärkten mit Tim Oberdorf und Emre Karaca auch zwei Stammspieler der Westfalenliga-A-Jugend der Sprockhöveler die Mannschaft von Trainer Martin Franczyk.

„Wir haben endlich einmal früh geführt und konnten dann aus einer gestärkten Defensive heraus agieren und mit schnellen Kontern spielen“, sagte Franzyk nach dem Spiel. Über die schnellen und dynamischen Außenspieler Schulz und Karaca brachten die Sporckhöveler die Esborner zur Verzweifelung. Besonders Emre Karaca zeigte sich von seiner besten Seite und steuerte gleich fünf Tore zum überzeugenden Sieg bei.

Schwache Hinserie

Die Hinrunde allerdings lief alles andere als gut für die Zweitvertretung der TSG Sprockhövel. Mit gerade einmal zehn Punkten aus 15 Spielen beednete die Franczyk-Elf die Hinserie auf dem 15. Tabellenplatz, der nach Ablauf der Saison zu einem Abstieg in die Kreisliga B führen würde. Das gilt es in der Rückrunde nun zu verhindern.

„Angefangen hat unsere Misere mit dem Gewinn der Stadtmeisterschaft“, erklärt Martin Franczyk. „Wir haben ja gegen andere A-Ligisten, wie dem SC Obersprockhlvel II oder dem TuS Hasslinghausen, gewonnen und da dachten einige Spieler wohl, dass das in der Liga so weiter gehen würde. Das war aber nicht der Fall.“ Das war jedoch nicht der einzige Grund für die schlechte Punkteausbeute in der Hinrunde. Die Sprockhöveler mussten schon zu Beginn mehrere Ausfälle von Leistungsträgern verkraften. So stand Marcel Kötter ein halbes Jahr wegen eines England-Aufenthaltes nicht zur Verfügung. Julian Wantia stand wegen häufiger Muskelbeschwerden zu selten auf dem Platz. Oliver Triestram und Dominik Schwarz hatten ebenfalls mit Verletzungen zu kämpfen. „Außerdem fehlten uns Spieler mit Erfahrung, die unsere jungen Spieler führen und auf dem Platz das Spielgeschehen organisieren“, sagt Martin Franczyk.

In der Winterpause hat sich aber einiges getan bei den Sprockhövelern. Martin Klinge, der früher in der Westfalenliga für die TSG auflief, erklärte sich bereit der zweiten Mannschaft auszuhelfen. „Mit Martin Klinge haben wir nun jemanden, der die Viererkette organisiert und zusammenhält“, sagt Franczyk. „Außerdem hatten wir Glück, dass Alex Meister eine neue Arbeitsstelle gefunden hat und nur noch zwei Mal die Woche trainieren kann und so jetzt auch noch zur Verfügung steht. Mit Julian Wantia gibt Alex Meister den Takt im Mittelfeld an.“ Angenehm sei auch das Verhältnis zu Oberliga-Trainer Robert Wasilweski und A-Jugendtrainer Andrius Balaika. „Wir befinden uns regelmäßig im Austausch“, erklärt Franczyk.

Trainer Martin Franczyk, der in der zweiten Mannschaft hauptsächlich auf Spieler setzt, die eine TSG-Vergangenheit haben, geht mit neuer Hoffnung in den Kampf um den Klassenerhalt. „Ich bin zuversichtlich, dass wir noch die ein oder andere Mannscahft hinter uns lassen werden“, so Franczyk.