Najdanovic ragt beim 4:1 heraus

Dustin Najdanovic (re.) brachte den SC Obersprockhövel gegen Hilbeck auf die Siegesstraße und verdiente sich selbst eine Bestnote.Foto:archiv, Svenja Hanusch
Dustin Najdanovic (re.) brachte den SC Obersprockhövel gegen Hilbeck auf die Siegesstraße und verdiente sich selbst eine Bestnote.Foto:archiv, Svenja Hanusch
Foto: WAZ FotoPool

Sprockhövel.. SV Hilbeck -
SC Obersprockhövel 1:4

Von einem Lauf möchte Sascha Höhle im Moment noch nicht sprechen. Aber gegen den SV Hilbeck knüpfte der SC Obersprockhövel an die Leistung der vergangenen Woche an und brachte beim 4:1-Sieg alle drei Punkte mit an den Schlagbaum.

Es spielte den Obersprockhövelern dabei auch in die Karten, dass der SV Hilbeck seine erste Chance kurz nach dem Anpfiff vergab. Drei gegnerische Angreifer waren im SCO-Strafraum, Dario Verres bekam aber bei zwei Torversuchen noch seinen Fuß dazwischen. Das Glück im richtigen Moment zog sich weiter durch das Spiel. Bei der Führung von Dustin Najdanovic rettete Hilbecks Keeper Andree Seidel den Ball auf der Linie. Der Linienrichter signalisierte dem Schiedsrichter, dass der Ball aber bereits hinter der Linie war. Zudem bekam ein Hilbecker Verteidiger Rot, da er Najdanovic beim Kopfball umriss.

Direkter Freistoß zum 2:0

Najdanovic präsentierte sich in Bestform, war als vorderster Angreifer immer anspielbereit und kontrollierte die Bälle. „Es war sein bestes Saisonspiel“, lobte Sascha Höhle. Er war heute enorm dynamisch und verteilte die Bälle auch gut. Beim 2:0 verteilte er ihn aber nicht weiter. Das war ein Freistoß, den eigentlich Nermin Jonuzi schießen wollte. Jörg Niedergethmann rief Najdanovic noch zu, dass er ihn schießen solle. Das machte er mit Bravour – flach um die Mauer ins untere Toreck. Unhaltbar für den Torwart. „Dustin war heute mit Abstand der beste Spieler auf dem Platz“, stellte Höhle seinem Schützling eine Bestnote aus. Nachdem Muhidin Ramovic ins Spiel kam, rückte Najdanovic auf den Flügel zurück, den er reichlich beackerte. Auch die Vorlage zum 3:1 von Nikita Wirt gab er per Ecke.

Zwischenzeitlich stand der SCO aber auch unter Druck, weil er nicht gut aus der Halbzeit kam. „Fast minütlich sind wir in Konter gelaufen, wenn wir vorne einen Standard hatte. Ich hoffe, daraus lernen wir“, so Höhle. In dieser Phase fiel das 1:2 durch einen Elfmeter. Joel Sczesny rettete einmal im Eins-gegen-eins-Duell. „In der Hinrunde hätten wir das Spiel wahrscheinlich verloren“, vermutete Innenverteidiger Eyaiu Eshetu-Hassen, der mit seinen Abwehrkollegen gefordert war.

Doch es verlief alles zugunsten des SCO, der nun sechs Punkte Abstand auf die Abstiegsplätze hat. Durch einen kleinen Lauf.

Tore: 0:1, 0:2 Dustin Najdanovic (39., 45.), 1:2 (56./FE), 1:3 Nikita Wirt (73.), 1:4 Tim Joppe (83.).
SCO: Sczesny, Verres, Rosenbach, Jonuzi, Gummersbach (43. Wirt), Sieweke (60. Schwoche), Eshetu-Hassen, Duic, Najdanovic, Joppe, Henning (64. Ramovic).