Mit Freude im Einsatz für Märkisch

Roland Exner führt im Momentdie DJK Märkisch Hattingen, die ihm sehr am Herzen liegt.Foto:Walter Fischer
Roland Exner führt im Momentdie DJK Märkisch Hattingen, die ihm sehr am Herzen liegt.Foto:Walter Fischer
Foto: Fischer

Hattingen..  Er hat schöne Zeiten im Verein erlebt – die gesamte Entwicklung von der Nachkriegszeit bis heute. Roland Exner ist seit 60 Jahren Mitglied der DJK Märkisch Hattingen und führt momentan übergangsweise den Verein.

Der 71-Jährige ist eigentlich Schatzmeister, gehört also sowieso zum geschäftsführenden Vorstand der DJK Märkisch. Da der Vorsitzende Michael Lunemann derzeit aber aus Krankheitsgründen nicht belastbar ist und auch sein Stellvertreter Rainer Schröter erkrankt ist, hat Exner sich bereit erklärt, für die nächste Zeit deren Aufgaben zu übernehmen.

Wie viel Aufwand das für ihn zusätzlich bedeutet, war ihm nicht ganz bewusst. „Es ist schon einiges, was jetzt dazu kommt, das kann ich gar nicht in Arbeitsstunden ausdrücken“, sagt Exner. Neben der Führung der Kasse, die er seit 2011 für den Hauptvorstand übernimmt, muss er zurzeit auch einige Gespräche mit der Stadt führen. Zum Beispiel wegen der Betriebspflege des Sportplatzes In der Berenbeck. Nebenbei kümmert er sich um den Tag des Diözeseverbandes, der am Samstag, 18. April, in Hattingen stattfindet.

Roland Exner ist trotz des hohen Zeitaufwands mit Freude bei der Sache. Denn die DJK Märkisch Hattingen liegt ihm am Herzen. Sie ist sein Verein. „Ich bin in diesem Verein groß geworden und habe hier Freunde gefunden. Der Kontakt ist immer noch da, man trifft sich auch noch“, erzählt der Rentner, der nebenbei aber auch noch Zeit für sein Privatleben findet.

Es war für ihn selbstverständlich, dass er in die Bresche springen würde. Das hatte er 2011 als Schatzmeister auch gemacht. „Ich bin eingesprungen und dann hängengeblieben“, schmunzelt er. Schon vorher hatte er für die Fußball-Abteilung die Kasse geführt und war mal als Jugendleiter aktiv. Verantwortung ist für ihn also nichts Neues.

Exner sagt selbst, dass Vereine immer Höhen und Tiefen erleben. Damit die DJK nicht in ein zu tiefes Loch fällt, gibt er derzeit sein Bestes. Natürlich sei das aufgrund der vielen Regeln und Vorschriften, denen Vereine unterliegen, nicht ganz einfach, aber machbar. Und einige Ziele, die sich die DJK für die Zukunft gesetzt hat, möchte er auch noch miterleben. „Wir wollen eine Konstanz in der Mitgliederzahl bekommen“, sagt Exner. Und für die Fußball-Abteilung ist für die Zukunft auch ein Kunstrasen angedacht. Ein genaues Konzept gibt es noch nicht, aber die Stadt hat den Verein auf die Möglichkeit hingewiesen..

Selbst aktiv war Roland Exner übrigens auch lange Zeit. Begonnen hatte er mit Turnen, weil sein Nachbar Übungsleiter bei der DJK war. Er spielte aber auch Feldhandball und danach Fußball. Er kickte mit Märkisch erst im DJK-Verband, danach in den 1970er-Jahren in der Kreisliga B. Wegkamerad war unter anderen Willi Schüßler, der in der Hochzeit der Fußballjugend in den 1980er-Jahren Jugendleiter und damit Exners Vorgänger war.

„Die aktive Zeit war meine schönste Zeit im Verein“, sagt Exner. Nun trägt er selbst einen großen Teil dazu bei, dass seine DJK Märkisch auch weiterhin bestehen bleibt.