Maik Düerkop kehrt zurück

Ein vertrautes Bild: Am Sonntag wird Trainer Maik Düerkop aber seinen Platz an  der Recklinghäuser Bank einnehmen.Foto:Volker Speckenwirth
Ein vertrautes Bild: Am Sonntag wird Trainer Maik Düerkop aber seinen Platz an der Recklinghäuser Bank einnehmen.Foto:Volker Speckenwirth
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Hattingen..  Zu einem Wiedersehen der ganz besonderen Art kommt es am Sonntag in der Kreissporthalle. Handball-Verbandsligist TuS Hattingen empfängt im ersten Spiel des neuen Jahres die HSG Vest Recklinghausen mit den ehemaligen Hattinger Spielern Max Schwarz und David Delgado sowie dem TuS-Urgestein Maik Düerkop als Trainer. Anwurf ist um 17.30 Uhr.

Maik Düerkop kennt die Hattinger in- und auswendig. Als Trainer, Spieler und auch als Spielertrainer war er jahrelang für den TuS aktiv und mischt ja auch heute noch hin und wieder in der dritten Mannschaft mit. Erst zum Ende der letzten Saison legte er sein Traineramt nieder und wechselte zum Ligarivalen nach Recklinghausen. Somit weiß der ehemalige TuSler natürlich ganz genau, was auf seine Mannschaft zukommen wird. „Da ist natürlich diese offensive Deckung, die ich ja bestens kenne, aber mangels Trainingsmöglichkeiten in der Weihnachtspause meinen Jungs nicht so nachhaltig wie erforderlich übermitteln konnte. Dabei muss ich auch zugeben, dass uns diese Variante eigentlich nicht so sonderlich gut liegt. Wir werden diese Herausforderung aber selbstverständlich annehmen und mit aller Macht versuchen, dieses für uns so wichtige Auswärtsspiel zu gewinnen“, gibt Maik Düerkop einen Einblick in seine Gedankenwelt.

Starker Auftritt beim Volksbank-Cup

Überhaupt hätte es Düerkop viel lieber gesehen, wenn beide Teams zu einem Zeitpunkt aufeinander getroffen wären, wenn der Druck nicht so groß ist wie zurzeit, da beide Teams angesichts des Tabellenstandes dringend auf Punkte angewiesen sind. Dennoch ist die Freude, wieder mal an seiner alten Wirkungsstätte auf der Bank zu sitzen, ungetrübt.

Gespannt und durchaus mit Vorfreude sieht auch Hattingens Trainer Frank Osterloh dem Spiel gegen seinen Vorgänger entgegen. Rechtzeitig vor dem Duell gegen den Tabellennachbarn hat der TuS im letzten Heimspiel erstmals zu Hause gewonnen und sich von dieser Last befreit. Der TuS zeigte sich zum Jahresende in den Leistungen stabil. Drei Siege sind aus den letzten sieben Spielen zwar nicht unbedingt berauschend, doch auch bei den Niederlagen hielt die Osterloh-Sieben gut mit und hatte immer nur knapp das Nachsehen. Auch beim Sieg um den Volksbank-Cup in der Vorwoche spielte der TuS groß auf.

Frank Osterloh erwartet mit der HSG eine erfahrene und mit ehemals höherklassigen, aber auch mit jüngeren Spielern zusammengestellte Mannschaft, die seinem Team vom Namen her überlegen sein wird. Die Stärken der Recklinghäuser Spielgemeinschaft sieht Osterloh in der 6:0-Abwehrreihe mit einem robusten Innenblock und im Kreisspiel mit dem ehemaligen TuSler David Delgado sowie Alexander Tesch. Konzentrieren wollen die Hattinger sich aber auf ihre eigenen Tugenden. Ob Felix Osterloh und Josef Pospiech (beide erkrankt) mitwirken können, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Der noch gesperrte Frank Osterloh wird noch einmal auf der Tribüne Platz nehmen müssen. Er wird wieder von Rainer Knippert vertreten.

Vor dem Spiel werden in der Kreissporthalle also sicherlich viele Hände geschüttelt. Doch dann geht es für beide Mannschaften um ganz wichtige Punkte. „Egal, wie das Spiel ausgeht, direkt nach dem Spiel werde ich die Daumen auch wieder für den TuS drücken“, sagte Maik Düerkop, der das Spiel mit einem „komischen Gefühl im Bauch“ angehen wird.