Magnus Neitsch lebt seinen Traum

Eine Hattinger Handball-Familie: Magnus Neitsch mit Mutter Meike und Vater Holger.Foto:Walter Fischer
Eine Hattinger Handball-Familie: Magnus Neitsch mit Mutter Meike und Vater Holger.Foto:Walter Fischer
Foto: Fischer

Hattingen..  Ein weiterer Karriere-Schritt für Magnus Neitsch. Der 17-Jährige möchte Handball-Profi werden und für das Nationalteam auflaufen. Jetzt ist er dicht dran, denn in der vergangenen Woche flatterte eine Einladung zum Lehrgang der Jugend-Nationalmannschaft des Jahrgangs 1998 ins Haus.

„Ich bin schon stolz darauf, das ist sicher etwas Besonderes. Nun bin ich gespannt“, freut sich der Schüler, der beim VfL Gummersbach seit 2011 im Leistungszentrum trainiert und der auch seit Sommer 2013 im Internat ist. In der abgelaufenen Saison spielte er mit der B-Jugend des VfL in der neu gegründeten Nordrhein-Liga, eine Spielklasse über der Oberliga. Parallel wurde er in den vergangenen beiden Spielzeiten in die A-Jugend hochgezogen und war mit Gummersbach in der Bundesliga am Ball, wo er durch seine Spielweise das Interesse des DHB weckte. Das weckte Magnus Neitsch aber vor allem beim Länderpokal, als er mit der Mittelrhein-Auswahl in der Endrunde in Berlin spielte und erst im Halbfinale scheiterte.

Die Jugendnationaltrainer für den Jahrgang 1998, Christian Schwarzer, Hand-Dieter Petersen und Jochen Beppler, ließen schon dort durchsickern, dass der Hattinger eine Einladung zur Nationalmannschaft erhalten werde. Das war im März. Die Entwicklung des ehemaligen JSG-Handballers in den vergangenen zwei Jahren ist erstaunlich. „Seitdem ich im Internat bin und siebenmal pro Woche trainiere, hat sich mein Körper unheimlich entwickelt. Die Muskulatur hat zugenommen, und die gesamte Athletik hat sich verbessert“, erzählt der junge Linksaußen. Sein aktueller Trainer, Denis Bathijarevic, der früher Rechtsaußen gespielt hat, hat dem Hattinger dabei geholfen, die Wurftechnik zu verfeinern. „Als Außenspieler ist es wichtig, Trickwürfe zu beherrschen“, erklärt Magnus Neitsch.

Durch seine Mutter, Meike Neitsch, die früher selbst Handball-Nationalspielerin war, lernte er mit dem Ball umzugehen. Das war in der D-Jugend der JSG. Aus dieser ehemaligen Mannschaft ist Magnus Neitsch nun schon der dritte Spieler, der es im Jugendbereich auf die höchste Ebene geschafft hat. Vor ihm gelang bereits Vanessa Brandt und Leonie Kockel der Durchbruch.Das macht Meike Neitsch stolz. Auch, dass ihr eigener Sohn nun zu dem Kreis zählt.

Im DHB-Stützpunkt in Gummersbach wird Magnus Neitsch bereits besonders gefördert. Nun konzentriert er sich ganz auf den Lehrgang, der vom 27. bis 30. April laufen wird.

Eine Garantie, dass er danach im Kader des Nationalteams steht, hat er indes nicht. Er muss sich ständig neu beweisen und seine Leistung bestätigen. „Mein Ziel ist es, in der Nationalmannschaft zu bleiben und auch später mit dem Handball meinen Lebensunterhalt zu verdienen“, sagt der Nachwuchsspieler.

Den Sprung in die Bundesliga-Mannschaft des VfL Gummersbach könnte er sich vorstellen, um in den Profi-Bereich zu gelangen. Zur Not möchte er den Umweg über die zweite oder dritte Bundesliga gehen.