Kundrotas wird ein Blankensteiner

Marius Kundrotas war zuletzt für den TuS Hattingen im Einsatz. In der heimischen Szene ist er aber auch aus seiner Zeit bei der TSG Sprockhövel bekannt.Foto:Svenja Hanusch
Marius Kundrotas war zuletzt für den TuS Hattingen im Einsatz. In der heimischen Szene ist er aber auch aus seiner Zeit bei der TSG Sprockhövel bekannt.Foto:Svenja Hanusch
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Hattingen..  In zwei Wochen nimmt der TuS Blankenstein in der Kreisliga A wieder den Meisterschaftsspielbetrieb auf. Und die Rückserie will der TuS mit einem breiter aufgestellten Kader angehen. Denn es gibt einige Winterzugänge. Dazu gehört auch Marius Kundrotas.

Der Litauer, der zuletzt beim TuS Hattingen als Spielertrainer im Einsatz war, soll am Sonntag auch zum ersten Mal zum Einsatz kommen. Dann läuft der TuS um 15 Uhr am Schlagbaum zum Testspiel gegen die zweite Mannschaft des SC Obersprockhövel auf.

„Wir werden das jetzt ganz entspannt angehen“, sagt Blankensteins Trainer Rainer Sprenger. „Marius hat sich bei uns angemeldet und gesagt, dass er sich die Kreisliga A noch zutraut.“ Der 35-Jährige, der in seiner Karriere auch viele Spiele in der Regionalliga und Oberliga (bei der TSG Sprockhövel) bestritt, könnte mit seiner Technik und Erfahrung den Blankensteinern natürlich im Mittelfeld helfen. Kundrotas absolvierte in seiner Laufbahn auch ein Länderspiel für die A-Nationalmannschaft Litauens, allerdings kein offizielles, sondern eines im Rahmen eines Trainingslagers.

Barkau will wieder spielen

Kundrotas ist aber nicht der einzige Blankensteiner Zugang. So kam Tobias Scholz vom SV Steinkuhl. „In diesem Fall wissen wir allerdings noch nicht, ob wir die Freigabe bekommen“, sagt Rainer Sprenger. Darüber muss man sich im Fall von Philipp Barkau allerdings keine Gedanken machen. Denn Barkau ist schon Vereinsmitglied des TuS Blankenstein, war zuletzt als Co-Trainer der dritten Mannschaft im Einsatz, möchte aber jetzt wieder selbst Fußball spielen.

„Daran wollen wir ihn natürlich nicht hindern“, sagt Rainer Sprenger, der noch einige weitere Spieler wieder für diesen Sport begeistern will. So zum Beispiel Dominik Dietrich und Max Schmidt. Dietrich kommt von Adler Dahlhausen, Schmidt war dagegen zuletzt vereinslos. Beiden gemein ist allerdings, dass sie zwei Jahre lang ausgesetzt haben.

Das gilt auch für Alexander Sparwasser, der nach langer verletzungsbedingter Pause wieder im Aufbautraining ist. Ebenfalls langsam wieder an die Mannschaft herangeführt werden müssen Christoph Herling, Anton Knaub, Anton Grasmick und Kevin Finkenstein. Alle kennt man in Blankenstein natürlich aus vergangenen Zeiten, doch alle haben zuletzt lange ausgesetzt. Neu im Verein ist indes Ferhat Kedir. „Er ist ein Flüchtling aus Syrien und erst kurze Zeit in Deutschland“, sagt Rainer Sprenger. „Sein Problem ist natürlich noch die Sprache, aber dass er ein guter Fußballer ist, konnte man schon sehen.“

Kedir ist mit seinen 23 Jahren einer der jungen Spieler im Blankensteiner Kader. Ansonsten ist da auch viel Routine anzufinden. Dafür sorgen unter anderem auch Florian Mitschke und Markus Blättler, die in der Hinrunde mit Verletzungen zu kämpfen hatten – vor allem Markus Blätter, der in der Defensive und in der Offensive eingesetzt werden kann. „Beide sind jetzt aber wieder im Training“, so Sprenger. „Und wir können sie auch sehr gut gebrauchen, denn wir stehen vor einer schwierigen Rückrunde.“