Kein Sieger im Derby am Schlagbaum

Der SC Obersprockhövel und Hedefspor Hattingen trennten sich 1:1. In dieser Szene kämpfen Muhidin Ramovic (2. v. li) und Orhan Yigit um den Ball.Foto:Walter Fischer
Der SC Obersprockhövel und Hedefspor Hattingen trennten sich 1:1. In dieser Szene kämpfen Muhidin Ramovic (2. v. li) und Orhan Yigit um den Ball.Foto:Walter Fischer
Foto: Fischer

Sprockhövel/Hattingen.. SC Obersprockhövel -
Hedefspor Hattingen 1:1

Für beide Mannschaften gibt es durch die Punkteteilung beim 1:1 eine negative Nachricht.

Der SC Obersprockhövel ist nun wieder näher an der Abstiegszone dran, Hedefspor sitzt im Kampf um Platz zwei, der für die Aufstiegsrelegation relevant werden könnte, nun der punktgleiche SV Sodingen im Nacken. Durch das um zwei Treffer bessere Torverhältnis hält Hedef bislang noch Platz zwei.

Hätte die Elf von Holger Aden ihre Chancen in der ersten Halbzeit besser genutzt, wäre das Spiel möglicherweise schon früh entschieden gewesen. Damit haderte der Trainer auch nach dem Abpfiff: „Wir haben zwei Punkte verschenkt. Wenn man keine Tore macht, wird es schwierig.“ Zweimal stand der Pfosten im Weg – bei den Einzelaktionen von Nils Güntner (33.) und Orhan Yigit (39.) Obersprockhövels Torwart Joel Sczesny wäre geschlagen gewesen. Genau so wie bei der Führung von Hedef, als Florentin Cheuffa nach einer Ecke von Yigit am kurzen Pfosten einköpfte.

Der SCO kam nicht so richtig vor das Hedef-Tor. Die Trainer Sascha Höhle und Jörg Niedergethmann forderten von ihrer Mannschaft, dass sie den Ball laufen lässt. Das tat sie auch, kam damit aber nur bis zum gegnerischen Strafraum. Die Durchschlagskraft fehlte, auch die Ideen, ohne einen langen Ball über die Außen oder das Zentrum anzugreifen. „Uns fehlte heute auch das Tempo. Dadurch, dass Dustin Najdanovic und Bülent Gündüz ausgefallen sind“, klagte Niedergethmann.

Nachdem der SCO im ersten Durchgang einige Male durchatmete, weil Hedef insgesamt sechs gute Chancen nicht verwertete, übten die Gastgeber in der zweiten Halbzeit sehr viel Druck aus. Es gelangen nun auch mal ein paar Kombinationen. Nermin Jonuzi strahlte über die rechte Seite viel Gefahr aus. Er war es schließlich, der die entscheidende Flanke schlug, die Nikita Wirt per Flugkopfball zum Ausgleich ins Tor von Selcuk Aydin beförderte. „Meine Spieler hätten ihre Positionen besser halten müssen, damit diese Freiräume gar nicht erst entstehen“, kritisierte Aden.

Hedef fehlt die Durchschlagskraft

Hedefspor versuchte, durch Konter zum Erfolg zu kommen und sich Luft zu verschaffen. Das gelang aber nicht. Serkan Aydin lupfte über das Tor, kurz nach dem Seitenwechsel hatte sein Cousin Yusuf knapp neben das SCO-Tor geköpft. „Die Dinger müssen drin sein“, so Aden.

Auch für den SCO war ein Sieg möglich. Die besten Möglichkeiten vergaben Muhidin Ramovic und Marc Duic. „Wir sind aber mit dem Punkt zufrieden“, meinte Jörg Niedergethmann.

Tore: 1:0 Florentin Cheuffa (12.), 1:1 Nikita Wirt (75.).
SCO: Sczesny, Rosenbach, Eshetu-Hassen, Schwoche, Jonuzi, Sieweke, Duic, Joppe (66. Gummersbach), Henning (46. Ramovic), F. Voshage (46. T. Voshage), Wirt.
Hedef: Selcuk Aydin, Späthe, Y. Aydin, M. Derin, M. Özkan, Bergheim, Kwiatkowski, Yigit (85. Mustafi), Güntner, Serkan Aydin (79. Kurt), Cheuffa (23. Yaya Ola).