Im Abstiegskampf angekommen

Die Einstellung beim Auswärtsspiel gegen den TuS Hattingen stimmte beim TuS Blankenstein.
Die Einstellung beim Auswärtsspiel gegen den TuS Hattingen stimmte beim TuS Blankenstein.
Foto: WAZ FotoPool

Hattingen..  Panik herrscht beim Fußball-A-Ligisten TuS Blankenstein noch nicht, aber der Druck steigt immer mehr. Seit der Niederlage gegen den TuS Hattingen steckt das Team von Trainer Rainer Sprenger nun endgültig am Abstiegskampf fest.

Aktuell sind die Blankensteiner die drittschwächste Mannschaft der Rückrunde. Aus sechs Partien holte der TuS nur vier Punkte. Noch schlechter aus den Startlöcher nach der Winterpause starteten nur der TuS Querenburg und der TSV Witten, der am Wochenende gegen den TuS Kaltehardt nicht antrat.

Die Schwierigkeiten mit denen sich das Sprenger-Team momentan herumschlägt, haben unterschiedliche Gründe. Zu allererst ist die immer wieder verlängerte Verletztenliste zu nennen. Fast jede Woche muss Sprenger unfreiwillig rotieren und auf wichtige Leute aus dem ohnehin schon recht kleinen Kader verzichten. Tiefpunkt war da sicherlich die Partie gegen den TuS Heven II, als auf einmal gleich acht Stammspieler fehlten.

„Die Hinrunde war ja schon eher durchwachsen und auch da hatten wir immer wieder Personalprobleme“, sagt Rainer Sprenger. „Aber mit den Winterzugängen Philipp Barkau und Marius Kundrotas hatten wir da eigentlich auf Verbesserung gehofft. Die Qualität des Kaders ist absolut ausreichen für diese Liga, aber wir bringen zu wenig auf das Feld.“

Als Vize-Meister des Vorjahres, wenn auch in einer schwächeren Kreisliga-A-Gruppe, hätte bei den Blankensteiner wohl kaum jemand damit gerechnet, dass man sich im Abstiegskampf wiederfinde. Und das spiegelt sich auch häufig noch in der Spielweise des TuS wider. „Hätte mir vor der Saison jemand gesagt, dass wir unten in der Tabelle dabei sein werden, hätte ich das nicht geglaubt“, erklärt Sprenger. „Aber jetzt müssen wir uns darauf einstellen. Die Spieler wollen eigentlich noch immer alles spielerisch lösen, aber wenn wir gegen eine Mannschaft spielen, die Leidenschaft und Kampf in die Partie legt, hat das Spielerische nicht mehr funktioniert. Das müssen wir ändern.“

Ein weiterer Grund für die missliche Lage des Tabellenvierzehnten ist die Trainingsbeteiligung. Gleich mehrere Spieler können aus beruflichen Gründen nur den Trainingstermin am Freitagabend wahrnehmen. Guido Amade, Marius Kundrotas, Jörn Niedereichholz, Artur Grzona und auch Florian Mitschke können daher auch gar nicht wirklich im Vollbegriff ihrer Kräfte sein. „Der Beruf geht natürlich vor“, sagt Sprenger. „Aber ein Problem ist es trotzdem. Nur ändern kann ich es nicht.“

Noch haben die Blankensteiner zehn Spiele, um den Abstieg in die Kreisliga B zu verhindern. Doch die nächsten drei Partien könnten durchaus eine Richtung vorgeben. Nach Ostern geht es zunächst gegen den Tabellenletzten BV Langendreer 07, danach gegen den TuS Querenburg und gegen den Türkischen SV Witten. Das sind sicherlich alles machbare Aufgaben. „Ich habe mir eine klare Punkteausbeute vorgestellt“, sagt Rainer Sprenger. „Und wenn wir deutlich hinter den Erwartungen aus den drei Spielen zurückbleiben, müssen wir noch einmal alles hinterfragen und die letzte Reißleine ziehen. Da nehme ich meine eigene Person natürlich auch nicht aus. Sollte es so eintreten, dass wir nicht genug Punkte holen, werden wir uns, das heißt die Mannschaft, der Vorstand und ich zusammensetzen. Und dann müssten wir vielleicht auch den letzten Joker ziehen.“

Um das zu verhindern, muss die Mannschaft alle Tugenden, die im Abstiegskampf gefragt sind, in die Waagschale werfen. „Gegen Hattingen stimmte die Einstellung. So muss das aber auch bleiben“, sagt Rainer Sprenger.