Iljana Valero rettet der TSG einen Punkt

Iljana Valero traf zweimal für die TSG Sprockhövel. Ihr zweiter Treffer war natürlich wichtiger – er bedeutete das 19:19.Foto:Volker Speckenwirth
Iljana Valero traf zweimal für die TSG Sprockhövel. Ihr zweiter Treffer war natürlich wichtiger – er bedeutete das 19:19.Foto:Volker Speckenwirth
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Sprockhövel.. SG Kierspe-Meinerzhagen -
TSG Sprockhövel 19:19

Schadensbegrenzung in der Schlusssekunde. Mit dem allerletzten Versuch retteten die Landesliga-Handballerinnen der TSG Sprockhövel im Auswärtsspiel gegen die SG Kierspe-Meinerzhagen doch den einen Punkt. Iljana Valero erzielte das Tor zum 19:19.

40 Sekunden vor Schluss hatten die Sprockhövelerinnen sogar noch mit zwei Treffern hinten gelegen. Lisa Beckendorf verkürzte dann aber auf 17:19 und brachte die TSG damit erst wieder zurück in ein Spiel, das fast schon verloren war.

Trainer Ingo Wietzke rang sich nach der Partie ein recht gequältes Lächeln ab. „Natürlich sind wir froh, dass Iljana der Ausgleich gelungen ist, doch eigentlich war es für uns ein verlorener Punkt“, sagte er.

Gegen den Tabellenvorletzten hatten sich die Sprockhövelerinnen natürlich einen Sieg vorgenommen. „Jetzt haben wir in drei Spielen von sechs möglichen Punkten nur zwei geholt. Das ist natürlich ein bisschen enttäuschend“, so Wietzke.

Aber Kierspe-Meinerzhagen liegt der TSG ganz offensichtlich nicht. Im Hinspiel hatte es nach einer torarmen Partie einen mühevollen 14:11-Erfolg gegeben. Und beim zweiten Vergleich lief es in der Anfangsphase überhaupt nicht. Vor alllem im Angriff. Ingo Wietzke hatte zahlreiche Abspiel- und Fangfehler registriert. Zudem fehlte es an der Laufbereitschaft. Bis zum 3:3 hielt die TSG noch halbwegs mit, doch dann gab es eine zehnminütige Torflaute. So zogen die Gastgeberinnen auf 7:3 davon. Zur Pause stand es dann 6:11. Aber nur deshalb, weil Torhüterin Nadine Heidholt Schlimmeres verhindert hatte.

Es ging also mit einer recht hohen Hypothek in die zweite Halbzeit, in der die Sprockhövelerinnen ihre Fehler ein wenig reduzierten. Drei Treffer der Ascherfeld-Schwestern Lena und Laura bei nur einem Gegentreffer bedeuteten, dass die TSG beim 9:12 in der 38. Minute zumindest wieder auf Schlagdistanz herangekommen war. Per Gegenstoß gelang das 10:12, und es waren sogar nur noch zwei Tore Differenz. Dabei blieb es zunächst aber. Erst in der 52. Minute erzielte Lisa Beckendorf aus halbrechter Position erstmals den Anschlusstreffer zum 14:15.

Danach wurde es richtig spannend. Kierspe-Meinerzhagen lag drei Minuten vor Schluss wieder mit zwei Toren vorne. Noch einmal eine Auszeit also. Offensiv decken, keine Fouls - und dann irgendwie an den Ball gelangen - so die Anweisung. Das gelang auch tatsächlich, 40 Sekunden vor Schluss traf Lisa Beckendorf zum 18:19 - und sechs Sekunden vor Schluss nach einem Fehlversuch der Gastgeberinnen wieder Ballbesitz für die TSG. Mit dem bekannten Ausgang.

TSG: Heidholt; Laura Ascherfeld (2/1), Lena Ascherfeld (1), Beckendorf (6), Bugal (2), Ruthenbeck (1), Schmidt, Schneider (2), Valero (2), Weltzien (3/2).