Hong kehrt zu seinen Wurzeln zurück

Seung-Man Hong (links) trainierte bis zur Winterpause noch den Landesligisten Hedefspor Hattingen.
Seung-Man Hong (links) trainierte bis zur Winterpause noch den Landesligisten Hedefspor Hattingen.
Foto: WAZ FotoPool

Hattingen..  Seung-Man Hong kehrt zurück an den Wildhagen. Der 35-Jährige wird vom Sommer an wieder beim TuS Hattingen arbeiten. Also da, wo er früher als Spieler für die zweite Mannschaft der Rot-Weißen am Ball war - und da, wo er auch seine Trainer-Karriere begann.

Seung-Man Hong wird zur nächsten Saison die Nachfolge von Christian Czajka antreten. Mit dem TuS fühlte er sich auch in den vergangenen Jahren noch eng verbunden, wofür auch spricht, dass er immer noch Vereinsmitglied ist. Beim TuS war er auch drei Jahre als Jugendtrainer im Einsatz - er kümmerte sich um A- und B-Jugend, ehe ihn sein Weg zur TSG Sprockhövel führte, wo er die A-Junioren-Mannschaft übernahm.

Danach dann der Einstieg in den Seniorenbereich. Hong wechselte zum Wuppertaler SV, wo er, wie er selbst sagt, „turbulente Zeiten“ erlebte. Aber auch dieses Intermezzo möchte er im Nachhinein nicht missen. „Es war zwar nicht immer ganz leicht in Wuppertal, doch ich habe da gelernt, Verantwortung zu übernehmen“, sagt er.

Überraschend kam dann sein Wechsel zu Hedefspor Hattingen, das mit Trainer Peter Kursinski gerade in die Landesliga aufgestiegen war. Doch Verein und Trainer einigten sich dann darauf, die Zusammenarbeit nicht fortzusetzen. Auf Hong kam nun die Aufgabe zu, den Aufsteiger in der höheren Spielkasse zu etablieren, was ihm auch eindrucksvoll gelang. Doch nach Ablauf der Hinserie der aktuellen Saison trat er bei Hedefspor zurück. „Auch bei Hedefspor hatte ich eine schöne Zeit“, sagt Hong. „Da ging es weitaus familiärer zu als in Wuppertal. Und zu den Spielern habe ich auch heute immer noch einen sehr guten Draht.“

Zuletzt engagierte er sich dann als Co-Trainer der U 15-Mannschaft des VfL Bochum. Der Kontakt zum VfL kam über Patrick Rohde zustande. Rohde ist Trainer der Bochumer U 16-Mannschaft und kennt Hong noch aus gemeinsamen Zeiten in der Jugendabteilung der TSG Sprockhövel.

„Für mich war es eine gute Erfahrung, auch einmal bei einem Profi-verein zu arbeiten. Das ist wirklich sehr intensiv“, sagt der Sportwissenschaftler, der an der Reha-Klinik in Holthausen arbeitet. „Doch für mich war klar, dass im Sommer Schluss sein würde. Viermal in der Woche Training und am Wochenende dann noch die Spiele - das ging auf Dauer nicht. Ich hatte das wohl anfangs ein bisschen unterschätzt.“

Seit 13 Jahren als Trainer aktiv

Ab Sommer gilt seine Konzentration also voll und ganz dem TuS Hattingen, mit dem er sich natürlich auch jetzt schon beschäftigt, und den er auch in den vergangenen Jahren nicht aus den Augen verloren hat. „Die meisten Spieler kenne ich“, sagt Hong, der seit 13 Jahren Trainer ist. „Und mir hat es schon weh getan, dass der TuS aus der Bezirksliga abgestiegen ist. Das habe ich überhaupt nicht verstanden. Genauso wenig wie den Abstieg der SG Welper in die Kreisliga B. Der TuS und Welper - das sind doch die beiden großen Hattinger Traditionsvereine.“

Mit dem TuS will er nun künftig die Rückkehr in die Bezirksliga anpeilen. Am Wildhagen wird er dann auch mit den Talenten arbeiten, die aus der Nachwuchsabteilung aufrücken und die dann in die Seniorenmannschaft eingebaut werden sollen. Gerade auch auf diese Aufgabe freut er sich. „Ich denke schon, dass ich Spieler weiterentwickeln und fußballerisch das Maximale aus ihnen herausholen kann. Ich glaube, dass ich das auch in meiner Zeit bei Hedefspor bewiesen habe“, so Hong.

Genau das wird von Seung-Man Hong auch beim TuS Hattingen erwartet. Abteilungsleiter Günter Ecker hatte schon in der vergangenen Woche im Gespräch mit der Hattinger Zeitung die Richtung vorgegeben. Der TuS will zurück in die Bezirksliga. „Da gehört der Verein mit seiner Tradition und seiner tollen Anlage auch hin“, sagt Hong. „Und ich möchte dazu beitragen, dass es bald wieder so ist.“