Hiddinghausen stolpert ins Ziel

Hiddinghausens Trainer Volker Simon schaut jetzt wieder optimistisch in die Zukunft. Die Saison 2014/2015 war aber schlecht. Nach grundsolider Hinrunde brachen die Hiddinghauser in der Rückserie völlig ein.Foto:Volker Speckenwirth
Hiddinghausens Trainer Volker Simon schaut jetzt wieder optimistisch in die Zukunft. Die Saison 2014/2015 war aber schlecht. Nach grundsolider Hinrunde brachen die Hiddinghauser in der Rückserie völlig ein.Foto:Volker Speckenwirth
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Sprockhövel..  Ganz knapp über dem Strich hat der Hiddinghauser FV die Saison in der „Hagener“ Fußball-Kreisliga A abgeschlossen. Der HFV lief auf Rang 14 ein - und das war der letzte sichere Platz in der Liga.

Eigentlich unverständlich, dass es am Ende so knapp wurde. Denn die Hiddinghauser sammelten in der Hinrunde 20 Punkte ein und überwinterten damit auf Rang neun. Doch in der Rückserie ging dann fast gar nichts mehr. Nur noch magere zehn Zähler kamen hinzu - das war der zweitschlechteste Wert in der Liga. Bis zum letzten Spieltag stand der HFV auf der Kippe. Zum Saisonausklang gab es dann einen 4:2-Sieg gegen Linderhausen, der in Unterzahl erkämpft wurde. Aber allein das hätte nicht gereicht, denn der HFV war zudem auf Fremdhilfe angewiesen und profitierte schließlich davon, dass der VfB Schwelm den TuS Esborn mit 5:0 schlug. Hiddinghausen war damit gerettet..

Eine Saison also, die Kraft und Nerven gekostet hat. Auch Volker Simon möchte eine solche Spielzeit nicht noch einmal erleben, vor allem nicht solch eine Rückserie. Doch der Trainer nennt auch Gründe dafür, warum es am Ende noch so eng wurde. In erster Linie seien es die großen Personalprobleme gewesen, die die Mannschaft aus dem Tritt gebracht hätten, so Simon. Auch die langen Sperren, die gegen Kevin Rings und Dustin Baunscheidt ausgesprochen wurden. Rings fehlte in acht Spielen, Baunscheidt musste viermal aussetzen. Vor allem die harte Strafe für Kevin Rings kann Hiddinghausens Trainer überhaupt nicht nachvollziehen. „Ich kann mich noch genau an die Szene erinnern. Da gab es keine Tätlichkeit. Nichts. Das war ein ganz normales Foul. Auf jeden Fall haben uns dann zwei wichtige Spieler lange gefehlt. Hinzu kamen Krankheiten und Verletzungen.“

Zu Beginn der Rückserie lief es noch halbwegs ordentlich. Einen Knacks für seine Mannschaft habe es dann am vierten Rückrundenspieltag bei der 2:3-Niederlage gegen Ararat Gevelsberg gegeben, meint der Trainer. „Danach hat man gesehen, dass die Mannschaft völlig verunsichert war“, so Simon. Hiddinghausen feierte später zwar noch einmal einen überraschenden 2:1-Sieg gegen den späteren Vizemeister VfB Schwelm, doch dieser Erfolg ist den Sprockhövelern offensichtlich nicht allzu gut bekommen. Denn auf die Partie gegen die Topmannschaft aus Schwelm folgte das Heimspiel gegen Schlusslicht TuS Hasslinghausen. „Dieses Spiel hat meine Mannschaft wohl auf die leichte Schulter genommen“, erinnert sich Simon. „Da werden sich die Jungs gedacht haben, wenn wir schon Schwelm schlagen, dann hauen wir jetzt den TuS Hasslinghausen ganz locker weg.“ Doch es kam anders. Ganz anders. Die Hiddinghauer verloren in einem ungewöhnlichen Spiel mit 4:5, was Volker Simon immer noch nicht richtig versteht. „Wenn man auswärts vier Tore schießt, dann muss man gewinnen“, sagt er nur.

Mannschaft bleibt zusammen

Es folgten Spiele, in denen die Hiddinghauser oft unglücklich verloren, es gab allerdings auch eines, in dem sie ganz klar ihre Grenzen aufgezeigt bekamen. „Beim 0:9 gegen Voerde hatten wir nicht den Hauch einer Chance“, sagt Volker Simon. Die Niederlage war absolut verdient. Da sind wir überrollt worden.“

Letztlich stolperte der HFV dann noch irgendwie über die Ziellinie, der Crash wurde abgewendet. „Ja klar, ich habe zwischenzeitlich große Angst gehabt, dass wir absteigen“, sagt Volker Simon. „Und mir ist auch klar, dass wir großes Glück gehabt haben. Doch so viel wäre im Falles eine Abstiegs nicht passiert. Ich wäre mit Sicherheit geblieben. Und die Mannschaft wohl auch.“