Hedefspor winkt Platz zwei

Serkan Aydin wird auch am Donnerstagabend gegen den SC Husen-Kurl auf Torejagd gehen. Zuletzt blieb Aydin ohne Torerfolg.
Serkan Aydin wird auch am Donnerstagabend gegen den SC Husen-Kurl auf Torejagd gehen. Zuletzt blieb Aydin ohne Torerfolg.
Foto: WAZ FotoPool

Hattingen..  Die Rollenverteilung ist klar, wenn es am Donnerstagabend in der Fußball-Landesliga zum Duell zwischen Hedefspor Hattingen und dem SC Husen-Kurl kommt. Das Team von Trainer Holger Aden winkt mit einem Sieg der Sprung auf Platz zwei und die Gäste aus Husen-Kurl stehen abgeschlagen auf dem hintersten Tabellenrang. Anstoß der Partie ist um 19 Uhr auf dem Platz an der Munscheidstraße.

Auch der aktuelle Trend spricht für die Hattinger. Die vergangenen vier Spiele konnten sie alle für sich entscheiden. Zuletzt gab es einen verdienten 3:1-Erfolg beim SSV Mühlhausen-Uelzen. Die Gäste haben einen ziemlich gegenläufigen Trend. Aus den vergangenen fünf Partien holte der SC einen Sieg. Und das war einer von zwei in der gesamten Saison. Beide Erfolge gab es gegen den SC Obersprockhövel zu vermelden.

Späthe für Kwiatkowski

Bei Hedef besteht aus Leistungsgründen also kein Grund die Startformation zu wechseln. Verletzungsbedingt muss Holger Aden aber eine Position personell umbesetzen. Kai Kwiatkowski, der sich am Sonntag verletzte und mit einer Zerrung pausieren muss, wird auf der rechten Verteidigerposition wohl von Sebastian Späthe ersetzt. Ein Einsatz für Yusuf Aydin kommt für das Spiel am Donnerstagabend ebenfalls nicht in Frage.

„Husen-Kurl ist praktisch schon abgestiegen“, sagt Trainer Holger Aden. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Mannschaft auf einmal in den neun verbleibenden Spielen deutlich mehr Punkte holt, als in der bisherigen Zeit. Aber gerade deshalb müssen wir vorsichtig sein. Husen-Kurl kann befreit aufspielen.“ Häufig ist es so, dass Teams, die nichts mehr zu verlieren haben, besonders gefährlich sind. Wichtig wäre für Hedef wohl schnell den Willen des Gegners zu brechen und früh in Führung zu gehen. „Wir müssen von der ersten Minute an zeigen, wer der Chef im Ring ist“, sagt Holger Aden. „Ich gehe davon aus, dass Husen-Kurl fast mit der kompletten Mannschaft in der Defensive steht, mit allem was geht verteidigt und mit langen Bällen versucht Konter einzuleiten.“

Hedef muss mit viel Bewegung und beherzter Zweikampfführung dagegenhalten. An der Taktik wird sich bei den Hattingern nichts ändern. „Wir werden wie zuletzt auch früh attackieren und versuchen früh den Ball zu gewinnen“ erklärt Aden. „Natürlich birgt das auch Risiken. Unsere Innenverteidiger stehen sehr hoch und es kann passieren, dass wir hinten recht offen stehen. Unser Spiel ist sehr laufintensiv, aber wir haben viele junge Burschen und wenn sie eins können, dann ist es laufen.“

Mit einem Sieg gegen Husen-Kurl würden die Hattinger den SV Sodingen überholen und den zweiten Platz einnehmen. Selbst ein Unentschieden würde Hedefspor reichen, um einen Platz zu klettern, denn das Aden-Team hat bei nur einem Punkt Rückstand das bessere Torverhältnis als Sodingen. Der Abstand auf Platz vier und so mit auf den CSV Linden beträgt momentan fünf Punkte und könnte mit einem Erfolg ausgebaut werden. „Wir denken von Spiel zu Spiel“, sagt Aden. „Natürlich wissen wir, dass wir auf den zweiten Platz springen können, aber selbst wenn wir dann dort landen und bleiben, heißt es ja nicht, dass wir auch Qualifikationsspiele für die Westfalenliga bekommen.“