Hedefspor vor der großen Feier

Den wahrscheinlich entscheidenden Schritt Richtung Aufstieg machte Holger Aden (re.) mit Hedefspor durch den Sieg gegen den SV Sodingen.Foto:Sander
Den wahrscheinlich entscheidenden Schritt Richtung Aufstieg machte Holger Aden (re.) mit Hedefspor durch den Sieg gegen den SV Sodingen.Foto:Sander
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Was wir bereits wissen
Schon ein Punkt im Auswärtsspiel gegen den Hasper SV reicht Hedefspor zum vorzeitigen Aufstieg.

Hattingen..  Fußballfans neigen oft zu Euphorie. Fußballspieler gelegentlich auch. Fußballtrainer hingegen sind in der Regel vorsichtige Menschen, die jede Unwägbarkeit in ihre Kalkulationen einbeziehen. Nicht anders ist das bei Holger Aden, der mit der Mannschaft von Hedefspor Hattingen kurz vor dem Aufstieg in die Westfalenliga steht.

Zwei Spiele stehen noch an, und Hedefspor braucht theoretisch nur noch einen Punkt, um den größten Erfolg der Vereinsgeschichte perfekt zu machen. Wenn alles normal läuft, dann dürfen die Hattinger schon am Sonntag nach dem Auswärtsspiel gegen den Hasper SV feiern. „Es ist aber noch nicht ganz geschafft“, sagt Aden. „Doch wir wollen es packen. Und je eher wir alles klarmachen, desto besser.“

Holger Aden ist erst seit Beginn der Rückrunde Trainer von Hedefspor. In der Winterpause hatte es gleich zwei Rücktritte gegeben. Auf Trainer Seung-Man Hong folgte Aykut Kalan, der sich aber schon vor dem Auftakt der Rückserie wieder verabschiedete. Mit Holger Aden hat Hedefspor dann ganz offensichtlich einen Glücksgriff getan. Der ehemalige Profi verlor zwar gleich sein erstes Meisterschaftsspiel gegen Schüren und später auch noch einmal gegen Tabellenführer Brackel, doch ansonsten rauschte Hedefspor von Erfolg zu Erfolg. Außer den beiden Niederlagen gab es neun Siege und ein Unentschieden.

Eine absolut beachtliche Leistung ist das, zumal der Kader von Hedefspor ja eher klein ist. Holger Aden machte sich nach seinem Antritt dann ein Bild, führte viele Gespräche und stellte die Mannschaft etwas um. „Ich habe geschaut, wer wo spielen kann, wer auf welche Position passt“, sagt Aden.

So wurde dann Menav Derin zum Innenverteidiger. „Er hat auf dieser Position wirklich sehr gut gespielt“, sagt Holger Aden. „Zuletzt hat zwar wieder Yusuf Aydin angefangen, und Menav hat auf der Bank gesessen, doch wenn ich ihn dann bringe, dann weiß ich, dass von ihm auch noch etwas kommt. Das gilt übrigens auch für Mert Özkan.“

Wie erfolgreich Hedefspor Hattingen unter seiner Regie in der Rückrunde aufgetreten ist, überrascht auch Holger Aden ein wenig. „Die Mannschaft hatte zwar eine gute Hinrunde gespielt, doch eigentlich galt es, zunächst die Klasse zu sichern“, so Aden im Rückblick. „Dass es dann so gut gelaufen ist, konnte man natürlich nicht erwarten. Entsprechend gut ist jetzt die Stimmung. Siege schweißen halt zusammen.“