Hedefspor vor dem Klassensprung

Durch den 3:2-Heimsieg gegen den SV Sodingen stellte Hedefspor endgültig die Weichen in Richtung Westfalenliga-Aufstieg. Den umjubelten Treffer zum 1:0 erzielte auf dem Platz an der Munscheidstraße Yusuf Aydin.Foto:Manfred Sander
Durch den 3:2-Heimsieg gegen den SV Sodingen stellte Hedefspor endgültig die Weichen in Richtung Westfalenliga-Aufstieg. Den umjubelten Treffer zum 1:0 erzielte auf dem Platz an der Munscheidstraße Yusuf Aydin.Foto:Manfred Sander
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Hattingen..  Ein Punkt fehlt Hedefspor noch bis zum größten Erfolg der Vereinsgeschichte - ein Punkt noch bis zur Westfalenliga.

Hedefspor reicht am Sonntag im Heimspiel gegen den bereits als Absteiger feststehenden SV Herbede bereits ein Unentschieden, um den Klassensprung zu schaffen. Der Vorsprung auf den Tabellendritten SV Sodingen beträgt drei Zähler und sechs Tore.

„Die Mannschaft ist richtig heiß, sie kann es gar nicht erwarten“, sagt Hedefspors Vorsitzender Yalcin Dogan, der sich natürlich über die Entwicklung freut. Richtig überrascht ist er über den Aufschwung aber nicht. „Der Erfolg hat sich eingestellt, weil hier alle gut zusammengearbeitet haben“, sagt Dogan.

Nicht unerheblichen Anteil an der positiven Entwicklung hat natürlich auch Trainer Holger Aden, der am Sonntag aber gar nicht vor Ort sein wird. „Er macht Urlaub, das war schon lange vorher so abgesprochen“, sagt Dogan. Die Vertretung von Aden werden zwei Männer übernehmen, die in Sachen Aufstieg Erfahrung haben – nämlich Esad Muharemovic und Veli Kutlu. Mit Muharemovic als Torwart und Kutlu als Trainer schaffte Hedefspor im Sommer 2006 bekanntlich den Aufstieg in die Bezirksliga.

Bis zur Winterpause hat noch Seung-Man Hong Hedefspor trainiert. Auch da lagen die Hattinger schon gut im Rennen, waren punktgleich mit dem Dritten. Dass es jetzt so hoch hinaus zu gehen scheint, überrascht auch Hong. „In der Winterpause sind ja mit Max Claus und Mark Heinrich zwei wichtige Spieler gegangen, also kann man der Mannschaft nur ein riesiges Kompliment machen, dass sie das so durchgezogen hat. Und das mit kleinem Kader“, sagt Hong.

In die Landesliga geführt hatte Hedefspor Peter Kursinski, der die Entwicklung des Vereins weiterhin verfolgt. „So etwas ist möglich, wenn eine Mannschaft richtig funktioniert“, sagt der ehemalige Profi.

Ohne Tamer Aydin und Max Claus

„Denn nur um die Mannschaft geht es, Trainer werden manchmal zu wichtig genommen. Hedefspor hat eine gewachsene Mannschaft, und dieser Mannschaft habe ich das auch zugetraut.“ Erstaunlich sei aber, so Kursinski weiter, dass es auch ohne solche hervorragenden Spieler wie Tamer Aydin und Max Claus so hoch hinaus gegangen sei. „Jetzt muss aber auch der Verein weiter wachsen“, sagt Kursinski. „Und man muss schauen, wie es dann aussieht, wenn in der Westfalenliga dann auch öfter verloren wird.“ Dass Hedefspor am Sonntag den Aufstieg schafft, ist für den Ex-Trainer sicher. „Die Entscheidung ist schon durch den Sieg gegen Sodingen gefallen“, sagt Kursinski.