Hedefspor plant für die Westfalenliga

Hedefspor Hattingen stellt mit gerade einmal 28 Gegentreffern in 28 Spielen die beste Defensive der Landesligagruppe drei. Auch Innenverteidiger Afeez Yaya Ola (Bildmitte) hat daran einen großen Anteil.Foto:Manfred Sander
Hedefspor Hattingen stellt mit gerade einmal 28 Gegentreffern in 28 Spielen die beste Defensive der Landesligagruppe drei. Auch Innenverteidiger Afeez Yaya Ola (Bildmitte) hat daran einen großen Anteil.Foto:Manfred Sander
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Hattingen..  Ein Punkt fehlt Hedefspor Hattingen um den Aufstieg aus der Fußball-Landesliga in die Westfalenliga endgültig klar zu machen. Aber selbst wenn die Mannschaft von Trainer Holger Aden nicht mehr punkten sollte, ist er Aufstieg so gut wie sicher. Die Planungen der Verantwortlichen richten sich also schon danach, dass Hedef in der kommenden Saison eine Liga höher spielen wird.

„Die Wahrscheinlichkeit, dass wir aufsteigen, liegt bei 90 Prozent“, sagt Hedefs Vorsitzender Yalcin Dogan. „Wenn wir das schaffen, wäre das keine Überraschung für mich. Der Vorstand, die Mannschaft und der Trainer leisten zusammen eine gute Arbeit. Und wir haben ja noch höhere Ziele, die wir versuchen wollen zu erreichen.“

Kaderplanung läuft auf Hochtouren

Allerdings hat Hedef aktuell einen recht kleinen Kader zur Verfügung, der wohl in der Westfalenliga so nicht ausreichen würde. Außerdem stehen die Abgänge von Leistungsträgern wie Serkan Aydin und Yusuf Aydin, die beide zum TuS Heven wechseln und Nils Güntner, dem es zum TuS Hattingen zieht, schon so gut wie fest. Externe Zugänge sind also unumgänglich, um für die Herausforderungen in der neuen Liga gewappnet zu sein. „Aus meiner Sicht sind die Abgänge noch nicht fix, aber wenn die Spieler wirklich gehen wollen, hält Hedef sie nicht auf“, sagt Vorstandsmitglied Yalcin Dogru. „Wir führen viele Gespräche mit jungen, talentierten Spielern und auch mit Spielern, die schon Erfahrungen in höheren Ligen gesammelt haben. Die Kaderplanungen sind in vollem Gange und wir werden für die kommende Saison einen großen Kader haben.“

Dieser Kader soll aber auch wieder mit Eigengewächsen gefüllt werden. Zuletzt schafften mit Mert Özkan, der immerhin schon sechs Treffer in der Landesliga-Spielzeit erzielte, Menav Derin, der sich ohne Schwierigkeiten in die gute Abwehrkette der Hattinger einfügte, sowie Mustafa Kurt, der nach seinen Einwechselungen immer wieder für neuen Schwung sorgte, schon drei ehemalige A-Jugendliche den Sprung in den Landesliga-Kader. „Wir wollen auch weiterhin Spieler aus der eigenen Jugend bei uns einbauen“, sagt Yalcin Dogru. „Wenn die Spieler diszipliniert sind, regelmäßig trainieren und geduldig sind, werden sie auch ihre Chance erhalten. Das hat Trainer Holger Aden ja schon bewiesen.“

Neben der Kaderplanung liegt der Fokus von Hedefspor Hattingen momentan auch auf dem Kunstrasenprojekt. Der Umbau des Aschenplatzes soll so bald wie möglich starten. Eigentlich sollten die Umbaumaßnahmen schon begonnen haben, aber aufgrund verschiedener Probleme musste der Start des Umbaus verschoben werden. „Der Kunstrasen wird aber auf jeden Fall in diesem Jahr kommen“, sagt Yalcin Dogan. „Aber weil der Kunstrasen nicht über Kredite, sondern durch einzelne Mitglieder des Vereins gesponsort wird, müssen wir besonders achtsam sein. Wir wollen wirtschaftlicher Eigentümer des Kunstrasens werden, ansonsten wäre unser Risiko zu hoch. Da hatten andere Vereine aus anderen Kreisen Probleme mit. Aber natürlich können wir nicht in der Westfalenliga auf einem Ascheplatz spielen. Das geht einfach nicht.“