Hedefspor marschiert vorne weg

Serkan Aydin (rechts)  kam mit Hedefspor Hattingen im Spiel gegen den VfL Winz-Baak zu einem klaren 6:0-Sieg.Foto:Jürgen Theobald
Serkan Aydin (rechts) kam mit Hedefspor Hattingen im Spiel gegen den VfL Winz-Baak zu einem klaren 6:0-Sieg.Foto:Jürgen Theobald
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Sprockhövel..  Der zweite Tag des Hallenfußball-Turniers um den WAZ-Pokal begann mit einer mittelprächtigen Überraschung. Denn Seriensieger TSG Sprockhövel tat sich im Auftaktspiel schwer. Der Oberligist kam gegen den Bezirksligisten FC Wetter über ein 3:3 nicht hinaus.

Und mit diesem Ergebnis war die TSG in der Gruppe C noch gut bedient. Zwar erzielte Christopher Antwi-Adjej in der dritten Minute das 1:0 für den Favoriten, doch dann schlug Wetter zurück und ging mit 3:1 in Führung. Christian Kalina und Christopher Antwi-Adjej mit seinem zweiten Treffer zwei Minuten vor Schluss sicherten den Sprockhövelern dann wenigstens noch das Unentschieden.

Einen ganz anderen Start legte in der Gruppe D dagegen Landesligist Hedefspor Hattingen hin. Vor allem Tamer Aydin, der wegen eines Kreuzbandrisses lange hatte pausieren müssen, sprühte vor Tatendrang. Unmittelbar nach dem Anstoß, also in der ersten Sekunde der Partie, zog er schon ab. Der Ball fand zwar noch nicht den Weg ins Ziel, doch am 6:0-Sieg von Hedefspor war Tamer Adin letztlich mit vier Toren beteiligt. Und beim 5:2-Erfolg von Hedefspor gegen den FC Sandzak legte Aydin dann noch einmal drei Treffer nach. Bei fasst allen Treffern zeigte er, dass er über eine hervorragende Schusstechnik verfügt. Doch der Tag nahm für Aydin kein gutes Ende. Beim 5:2 gegen Hiddinghausen traf er zwar noch zweimal, verletzte sich dann aber und wird am Finaltag fehlen.

Aber auch die TSG Sprockhövel steigerte sich. Beim zweiten Auftritt gab es immerhin einen 4:0-Erfolg gegen den RSV Hattingen. Zwei Torhüter standen dabei im Blickpunkt. Zunächst einmal Maxim Albov, der früher das Tor der SG Welper hütete, dann zum CSV Linden wechselte und jetzt in der Kreisliga B für den RSV Hattingen spielt. Auffälliger war aber Patrick Knieps, der diesmal sein Torwart-Trikot beiseite gelegt hatte und für die Sprockhöveler als Feldspieler auflief. Dass er da auch gut zu gebrauchen ist, bewies er mit zwei blitzsauberen Treffern.

Aber auch ein anderer Schlussmann kann Tore schießen. Nämlich Selcuk Aydin. Der schussgewaltige Keeper von Hedefspor Hattingen muss sich dabei gar nicht einmal in der Nähe des gegnerischen Tores bewegen. Das demonstrierte er eindrucksvoll beim 3:2-Sieg gegen die zweite Mannschaft des SC Obersprockhövel. Aydin zog aus der eigenen Hälfte ab - und traf. Hedefspor hatte durch diesen Sieg die Teilnahme am Viertelfinale bereits sicher. Als Gruppenzweiter blieb aber auch der FC Sandzak Hattingen im Turnier.

Weitaus spannender war die Entscheidung in der Gruppe C. Nach jeweils drei Spielen waren TSG Sprockhövel und FC Wetter punkt- und torgleich. Und weil der direkte Vergleich 3:3 ausgegangen war, gab es für beide Teams Endspiele gegen den VfB Schwelm, der zu diesem Zeitpunkt auch noch gut im Rennen lag. Die TSG schlug Schwelm durch einen Treffer von Raoul Meister 13 Sekunden vor Schluss mit 1:0, doch Wetter unterlag den Schwelmern mit 2:5. Damit schied Wetter doch noch aus, während die Schwelmer im Viertelfinale nun auf Hedefspor treffen. B-Kreisligist FC Sandzak bekommt es in der Runde der letzten Acht mit der TSG Sprockhövel zu tun.