Hedefspor Hattingen im Dauerstress

Henry Obulueze ist zu Hedefspor zurückgekehrt und soll jetzt dabei helfen, die sportliche Situation zu verbessern. Foto:Svenja Hanusch
Henry Obulueze ist zu Hedefspor zurückgekehrt und soll jetzt dabei helfen, die sportliche Situation zu verbessern. Foto:Svenja Hanusch
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
  • Projekt Kunstrasen hat Kraft gekostet
  • Erste Mannschaft aktuell Tabellenletzter
  • Henry Obulueze kehrt zurück

Hattingen..  Der Abstieg aus der Westfalenliga, der personelle Umbruch, die prekäre sportliche Situation und zudem der Bau eines Kunstrasenplatzes, der jetzt zeitnah realisiert werden soll - all das zehrte an den Kräften. Beim Fußball-Landesligisten Hedefspor hofft man darauf, dass sich Situation bald wieder verbessert.

Das wurde auch am vergangenen Sonntag beim Heimspiel gegen den BSV Schüren deutlich, als die Stimmung auf und neben Platz ziemlich nervös war. Dass bei der Niederlage der Hattinger auch einige Zuschauer ihrem Unmut lautstark Luft machten, hatte Arif Turan nicht gefallen. „Das war nicht in Ordnung. Aber man muss auch bedenken, dass bei uns im Augenblick viel zusammen kommt. Wir werden nicht gerade bevorteilt“, sagt der Geschäftsführer.

Das Thema Kunstrasen hoffen die Verantwortlichen von Hedefspor bald abhaken zu können, doch die sportliche Situation wird sie wohl noch einige Zeit beschäftigen. Denn durch die 1:2-Niederlage gegen den BSV Schüren ist Hedefspor wieder auf den letzten Platz abgerutscht.

„Wir waren zuletzt sehr mit dem Kunstrasen beschäftigt, und es kann schon sein, dass wir die erste Mannschaft ein bisschen vernachlässigt haben“, sagt Arif Turan. „Aber wir halten hier ganz fest zusammen. Ich bin mir ganz sicher, dass es bald besser wird.“

Bei Hedefspor hofft man auch, dass die verletzten Spieler bald zurückkehren werden. Ein Stürmer wie Burak Akyürek, der ja auch schon für die TSG Sprockhövel in der Oberliga gespielt hat und der bisher mit Ahmet Inal Hedefspors erfolgreicher Torschütze war, ist nicht zu ersetzen. „Er fehlt natürlich sehr“, sagt Arif Turan. „Die Situation ist im Augenblick recht schwierig. Und wenn das so ist, dann vergibt man auch noch einen Elfmeter“, so Turan in Erinnerung an den Fehlschuss von Ahmet Inal am Sonntag gegen Schüren.

Turan, der sich immer noch regelmäßig das Training anschaut, ist aber davon überzeugt, dass sich die Mannschaft bald aus ihrer misslichen Lage befreien wird. „Wir haben mit Engin Tuncay ja auch einen sehr guten Coach, der ein hervorragendes Training macht“, sagt Turan. „Engin hat sich ja auch schon um die Arbeit auf dem Platz gekümmert, als Hans-Jürgen Gede noch unser Trainer war.“

In personeller Hinsicht hat Hedefspor noch einmal nachgelegt. Henry Obulueze ist zurückgekehrt und soll dazu beitragen, dass sich die Situation bald entspannt. Aktuell hat Hedefspor als Schlusslicht einen Punkt Rückstand auf Mühlhausen-Uelzen, und liegt vier Zähler hinten einem sicheren Platz. Doch das soll bald korrigiert werden. „Mit zwei, drei Siegen kommt man da unten schnell wieder raus“, sagt Arif Turan. „Und das werden wir auch schaffen. Ganz sicher.“