Hedefspor hält weiter Kurs Relegation

Serkan Aydin (li.) traf im Spiel gegen Wanne nur den Pfosten.Seine Mannschaft gewann aber noch 1:0.Foto: Archiv,Fischer
Serkan Aydin (li.) traf im Spiel gegen Wanne nur den Pfosten.Seine Mannschaft gewann aber noch 1:0.Foto: Archiv,Fischer
Foto: Fischer

Hattingen.. SV Wanne -
Hedefspor Hattingen 0:1

Spiele mit vielen Toren waren in den vergangenen Wochen keine Seltenheit bei Hedefspor. Nun haben die Hattinger beim SV Wanne den knappesten aller möglichen Siege einfahren. Durch ein 1:0 bleibt Hedef damit auf dem nun feststehenden Relegationsplatz um den Aufstieg in die Westfalenliga.

„Wir haben heute verdient gewonnen. Aber gleichzeitig haben wir keinen guten Fußball gespielt“, urteilte Holger Aden. Was dem Trainer fehlte, waren das sichere Passspiel und die Verwertung der Chancen. Damit taten sich seine Spieler vor allem in der ersten Halbzeit schwer, obwohl es da schon hätte 2:0 für Hedef stehen müssen. Denn Serkan Aydin hatte eine ganz dicke Möglichkeit auf dem Fuß, traf aber nur den Pfosten. Wannes Torwart Sören Rittmeier wäre in dieser Situation geschlagen gewesen. Ihm machte es Nils Güntner allerdings leicht, als er vor dem Seitenwechsel einen harten Schuss genau in dessen Arme abfeuerte.

Erst in der zweiten Halbzeit gelang Hedef das Tor zum Sieg. Menav Derin war inzwischen im Spiel und an einem Konter beteiligt, nachdem der SV Wanne selbst nach einer Standardsituation mit vielen Spielern in der gegnerischen Hälfte war. Nach einem schnellen Spielzug gelangte der Ball am Ende zu Menav Derin, der ihn mit der Fußspitze traf und so über Rittmeier hob. Weitere Konterchancen spielte Hedef nicht gut aus. „Wir müssen wieder mehr Fußball spielen, aber auch dreckige Siege gehören mal dazu“, meinte Aden.

Die Chancen auf der gegnerischen Seite waren schnell abgezählt. Selcuk Aydin hatte mehr oder weniger einen ruhigen Nachmittag zwischen den Pfosten des Hedef-Tores. Seine Vorderleute ließen nur wenig anbrennen, wenn die Wanner Offensivabteilung zu einem Angriff ansetzte. „Meine Verteidiger standen gut“, lobte auch Holger Aden. So befreite sich die Abwehrkette geschickt vom Druck durch die anlaufenden Wanner Stürmer. „Ich hatte das Gefühl, sie wollten alles dransetzen, um dem SV Sodingen zu helfen“, vermutete Hedefs Coach. Denn Sodingen möchte aufsteigen und muss dafür Hedef noch von Platz zwei verdrängen. Denn den hält die Elf von Holger Aden momentan weiter. Am nächsten Sonntag kommt es an der Mundscheidstraße zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Konkurrenten.

Aden sieht die Situation weiterhin ganz locker und möchte die restlichen Spiele in aller Ruhe absolvieren. „Als ich kam, war das vorrangige Ziel nicht abzusteigen, jetzt stehen wir oben. Aber die Spieler sollten die Gedanken noch nicht auf die Westfalenliga richten“, so Aden.

Tor: 0:1 Menav Derin (66.).
Hedef : Selcuk Aydin, Späthe, Y. Aydin, Yaya Ola, Bergheim, Yigit, Serkan Aydin, Güntner, Kwiatkowski, Y. Derin, Oupa Tock.