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Fußball: Bezirksliga

Hedefspor fordert Tabellenführer SCO

14.10.2011 | 14:55 Uhr
Hedefspor fordert Tabellenführer SCO
Hedef-Trainer Peter Kursinski.

Auf dem Platz am Schlagbaum in Obersprockhövel treffen am Sonntag zwei Mannschaften aufeinander, die in der Tabelle gut dastehen - gemeint sind Spitzenreiter SC Obersprockhövel und der Tabellenfünfte Hedefspor Hattingen.

So ändern sich die Zeiten: Vor dem Start in die Spielzeit 2011/2012 gab Obersprockhövels Trainer Uli Sieweke ein aus heutiger Sicht bescheiden anmutendes Saisonziel aus. „Wenn wir so abschneiden, wie in der vergangenen Saison, dann wäre ich super zufrieden“, sagte Sieweke damals. Nur noch einmal zur Erinnerung: Der SC Obersprockhövel, der zwischenzeitlich sogar in den Abstiegskampf verwickelt worden war, wurde am Ende Siebter. Da sieht der aktuelle erste Platz natürlich viel besser aus. Doch Sieweke ist weit davon entfernt, sich durch die Tabellenführung blenden zu lassen. „Es ist zurzeit nur eine Momentaufnahme. Allerdings eine schöne“, sagt er. „Aber es ist auch klar, dass es noch Rückschläge geben wird.“

Eine solchen hat es für die „Grünen“ vor zwei Wochen gegeben. Das 1:3 gegen den CSV SF Bochum-Linden war bisher die einzige Saisonniederlage – allerdings gegen eine Mannschaft, die von vielen Experten als Meisterschaftsfavorit gehandelt wird. Auch von Uli Sieweke, der aber auch noch den TuS Ennepetal II und als seinen persönlichen Geheimfavoriten ETuS Schwerte zum Kreis der Top-Mannschaften zählt.

Die aktuelle Nummer eins ist aber der SC Obersprockhövel, der gegen Hedef zuletzt meist gut ausgesehen hat. Und wenn es nach Uli Sieweke geht, hat das auch am Sonntag noch Bestand. „Keine Frage, Hedef hat eine starke Mannschaft“, sagt er. „Aber wir haben ein Heimspiel, und das wollen wir gewinnen.“ Große Personalsorgen gibt es nicht. Allerdings ist Nils Rosenbach angeschlagen.

Bei Hedefspor Hattingen ist die Personaldecke etwas dünner gewebt als in Obersprockhövel. Und deshalb wiegen die Ausfälle von Afeez Yaya Ola und Ufuk Mercimek schwer. Beide sind gesperrt. Yaya Ola noch für ein Spiel, Mercimek für zwei Partien. Dafür rückt aber Mathias Lepcynski nach seiner achtwöchigen Sperre wieder in den Kader.

Die vielen Roten Karten wurmen Hedef-Trainer Peter Kursinski natürlich gewaltig. Allerdings sagt er auch: „Sechs Platzverweise hat es bereits gegeben. Vier davon waren jedoch mehr als fraglich.“

Kursinski wird zum Spiel in Obersprockhövel wieder seiner Abwehr umstellen müssen. Und das ist ein Problem. „Wenn man mit einer Viererkette spielt, wie wir es in dieser Saison tun, dann muss sich die Abwehr einspielen“, sagt der Trainer. „Doch das geht wegen der zahlreichen Ausfälle nicht. Gegen Obersprockhövel bieten wir im neunten Spiel jetzt zum neunten Mal eine andere Defensive auf.“

13 Punkte hat Hedef auf dem Konto. Mindestens sechs sollen bis Weihnachten noch hinzukommen. Denn Kursinski rechnet angesichts von wohl vier Absteigern damit, dass zum Klassenerhalt 38 Punkte reichen. Mit 19 wäre die Hälfte erreicht. „Das wäre eine Grundlage“, sagt Kursinski. „Vor allem wenn man bedenkt, dass Hedef zum vergangenen Jahreswechsel nur sieben Punkte hatte.“

Heiner Wilms

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