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Fußball: Bezirksliga

Hedef: Wunschlos glücklich

20.10.2011 | 14:55 Uhr
Hedef: Wunschlos glücklich
Foto: Svenja Hanusch / WAZ FotoPool

Hedefspor sorgte am neunten Spieltag der Fußball-Bezirksliga für die Überraschung: Hedef schlug den Tabellenführer Obersprockhövel und hat damit sogar den Anschluss an die Spitzengruppe geschafft. Wir sprachen mit dem Vorsitzenden Arif Turan.

3:1 beim Tabellenführer. Wie groß war denn für Sie die Überraschung?

Um ehrlich zu sein: Ich war gar nicht so überrascht. Ich habe damit gerechnet oder zumindest darauf gehofft, dass wir in Obersprockhövel etwas holen. Ich habe die Obersprockhöveler auch schon vorher einmal gesehen. Und da waren sie nicht so stark. Außerdem hatte der SCO im Vergleich zur Vorsaison einige Abgänge.

Hedef hat im Vergleich zur Vorsaison auf jeden Fall mehr Punkte. Im vergangenen Jahr waren es zum Jahreswechsel nur sieben Punkte, jetzt sind es schon 16. Können Sie zurzeit besser schlafen als im vergangenen Jahr?

Auf jeden Fall. Das beruhigt uns alle. Aber man muss sicher sagen, dass das natürlich auch ein Verdienst unseres Trainers ist.

Womit wir bei Peter Kursinski wären. Wie arbeitet er bei Hedef?

Er ist für uns ein Glücksgriff. Er motiviert die Mannschaft, bei jedem Training und vor jedem Spiel. Er hat eine große Ausstrahlung, und er hat sich hier Respekt verschafft. Er geht seinen Weg, aber er lässt es nicht zu, dass sich andere in seine Arbeit einmischen. Er lässt sich von niemandem reinreden.

Es heißt, dass Peter Kursinski manchmal auch recht schwierig sein kann.

Das finde ich nicht. Aber schwierig waren die Gespräche vor der Saison, als wir ihn zu uns holen wollten. Er wusste damals genau, was er wollte. Er hat ja auch einen gewissen Namen in der Fußball-Szene. Und er wollte natürlich auch sicher sein, dass er hier einen Kader hat, mit dem er vernünftig arbeiten kann.

Peter Kursinski hat aber auch beklagt, dass der Kader von Hedefspor zu klein sei und dass er keine Stürmer habe.

Das stimmt. Er hatte keine Stürmer, aber er hat sich welche gemacht. Zum Beispiel Henry Obiekezie. Der ist zu uns gekommen, weil er von Afeez Yaya Ola empfohlen wurde. Eigentlich ist er kein Stürmer, aber jetzt schießt er für uns Tore. Aber auch andere Spieler haben sich entwickelt. Nils Güntner zum Beispiel. Dass er in der Offensive gut ist, wussten wir. Der Trainer hat von ihm aber dann verlangt, dass er auch mehr nach hinten arbeitet. Und das tut er jetzt. Peter Kursinski hat bei uns allen auch für neues Selbstvertrauen gesorgt.

Wie zeigt sich das?

Ich denke an das Spiel in Herdecke. Da haben wir zuvor immer schlecht ausgesehen. Peter hat dann gesagt: Ich habe in Herdecke noch nie verloren. Und dann haben wir da gewonnen. Ähnlich war es ja auch in Obersprockhövel, da haben wir zuvor auch nie etwas geholt.

Nun ist ja bekannt, dass in türkischen Fußball-Vereinen im Erfolgsfall schnell große Euphorie ausbricht. Wie beurteilen Sie denn die Situation mit dem Blick auf die Tabelle?

Der Trainer sorgt dafür, dass hier alle auf dem Teppich bleiben, dass hier keiner abhebt. Zunächst einmal haben wird jetzt 16 Punkte gegen den Abstieg. Das ist ein schönes Polster. Ich persönlich bin zurzeit wunschlos glücklich.

Heiner Wilms

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