Hattinger wollen sich nicht verstecken

Ein engagierter Mann und ein ausgesprochener Kenner der Handball-Szene: TuS Hattingen Trainer Frank Osterloh.Foto:Fischer
Ein engagierter Mann und ein ausgesprochener Kenner der Handball-Szene: TuS Hattingen Trainer Frank Osterloh.Foto:Fischer
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Hattingen..  Die zuletzt so erfolgreichen Verbandsliga-Handballer des TuS Hattingen stehen am Samstag vor einer äußerst schwierigen Aufgabe. Die Hattinger spielen beim überaus heimstarken RSVE Siegen. Anwurf ist um 19.15 Uhr in der Rundturnhalle Hubenfeld in der Höllenwaldstraße im Stadtteil Niederschelden.

Zehn Siege in elf Begegnungen in eigener Halle – so lautet die fast tadellose Bilanz der Siegener, wenn sie zu Hause antreten. Und mit dieser gewaltigen Heimstärke legte Hattingens Gegner den Grundstein für die nach wie vor vorhandenen Träume vom Oberligaaufstieg. Drei Punkte beträgt der Rückstand des Tabellenzweiten auf den Spitzenreiter TuS Ferndorf II. Am letzten Spieltag kommt es in Ferndorf zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Aspiranten. Bis dahin wieder alles in eigener Hand zu haben, ist das große Ziel der Eiserfelder Handballer.

Deshalb ist für die Hausherren ein Sieg gegen den TuS Hattingen Pflicht. Einen weiteren Ausrutscher nach den zwei aufeinander folgenden Auswärtsniederlagen beim HC Westfalia Herne (22:31) und beim OSC Dortmund (20:23) im März darf es auf keinen Fall geben. Zuletzt fanden die Siegener durch die Erfolge zu Hause gegen die HSG Vest Recklinghausen (32:22) und beim SV Westerholt (35:27) aber auch schon wieder in die Spur.

Hattingens Trainer Frank Osterloh sieht in dem RSVE nach wie vor einen ernsthaften Meisterkandidaten und hält Siegen für die wohl am stärksten besetzte Mannschaft der Staffel 2.

Beispielhaft nennt Osterloh den A-Jugend-DHB-Auswahlspieler Tim Kolb und die beiden Sijaric-Brüder Alen und Mirza. Mirza Sijaric ist auch der Trainer dieser Mannschaft. Aber auch Spieler wie Michael Sorg oder Kreisläufer Milos Grujicic haben sicherlich das Potenzial für höhere Ligen. Und die werden vom RSVE Siegen ja auch angepeilt.

Verstecken müssen die Hattinger sich aber auch in Siegen nicht. Die Osterloh-Sieben hat schließlich auch schon das Hinspiel mit 35:32 gewonnen. Und zuletzt gab es ja auch eine beachtliche Erfolgsserie. Sieben Siege bei zwei Unentschieden und nur einer Niederlage stehen da zu Buche. Und auf dieser Erfolgswelle wollen die Hattinger bei allem Respekt vor dem starken Gegner weiter schwimmen. Verzichten muss Frank Osterloh bei diesem Vorhaben allerdings auf Jonas Schäffer und Luca Kuhnhenn. Das wird gerade die Defensive natürlich schwächen. Vorne stehen für Luca Kuhnhenn mit Philipp Dobrodt und Janis Stecken zwei etatmäßige Kreisläufer parat. Doch Jonas Schäffer ist auf der rechten Angriffsseite nach dem Ausscheiden von Josef Pospiech nicht so einfach zu ersetzen. Spielmacher Linus Grossmann ist aber wieder mit dabei.