Hattinger spüren Rückenwind

Christian Bouali kennen die Hattinger Handballfans noch aus seiner Zeit beim TuS. Jetzt wirft er seine Tore für Teutonia Riemke.Foto:Michael Korte
Christian Bouali kennen die Hattinger Handballfans noch aus seiner Zeit beim TuS. Jetzt wirft er seine Tore für Teutonia Riemke.Foto:Michael Korte

Hattingen..  Handball-Verbandsligist TuS Hattingen reist am Wochenende zu Teutonia Riemke. Die Partie in der Heinrich-Böll-Halle an der Wielandstraße wird um 19 Uhr angepfiffen.

Die Hattinger sind natürlich guter Stimmung: Zuletzt gelangen in Westerholt und gegen Herne zum ersten Mal in dieser Saison zwei Siege in Folge, und guter Handball wurde dabei auch noch gespielt. „Das Spiel gegen Herne ist für uns gut gelaufen“, sagt TuS-Trainer Frank Osterloh mit Blick auf die starke Mannschaftsleistung vor eigenem Publikum. Natürlich seien die zwei Punkte gegen einen direkten Konkurrenten sehr wichtig. „Wir freuen uns darüber, wir wissen es aber auch einzuordnen“, sagt der Hattinger Trainer. Das bedeutet, dass es keine Zeit zum Zurücklehnen gibt, denn nach 14 von 26 Spieltagen ist der Klassenerhalt natürlich noch nicht gesichert.

In Riemke kommt es zum Duell des Tabellenneunten, der den Zehnten empfängt. Die Teutonen und die Hattinger trennen gerade einmal zwei Punkte, obwohl die Bochumer sicherlich mit ganz anderen Ambitionen in die Spielzeit gegangen waren. Denn der Oberliga-Absteiger war stark gestartet, nahm unter anderem den TuS in dessen Halle mit 35:23 am zweiten Spieltag regelrecht auseinander. „Aber dann hat Riemke sehr wechselhaft gespielt“, so Osterloh.

So richtig zu erklären ist das eigentlich nur über die starke Liga, in der zwei Drittel aller Teams weit vorne landen wollen. Denn über Qualität verfügt die Mannschaft von Trainer Timo Marcinowski allemal. „Riemke hat ein sehr gutes Torhütergespann“, sagt Frank Osterloh. Neben Sven Erzfeld steht mit Hendrik Stecken ein Hattinger zwischen den Pfosten, der schon zu seiner TuS-Zeit auf sich aufmerksam machte. „Hendrik hat uns auch im Hinspiel den Zahn gezogen“, sagt Hattingens Trainer. Auch Christian Bouali spielte für den TuS und zählt als Rechtsaußen nun gemeinsam mit seinem Gegenüber auf der anderen Seite zu den Waffen der Bochumer. Da auch der Rest des Teams stark ist, sagt Frank Osterloh: „Da gibt es einige, die es können.“

Niederlage im Hinspiel

Natürlich denken sie in Hattingen noch an das Hinspiel. Zum einen wegen der schmerzhaften Niederlage, zum anderen wegen schmerzhafter Begegnungen auf dem Spielfeld. „Es gab da schon unschöne Szenen“, sagt Osterloh, dessen Sohn Felix im September regelrecht ausgeknockt wurde. Die Niederlage damals wollte und will Frank Osterloh allerdings nicht daran festmachen. „Das Spiel hätten wir wahrscheinlich auch so nicht gewonnen“, sagt er im Rückblick. „Mal sehen, ob es wieder so läuft oder ob wir diesmal eine Chance bekommen.“

Die Voraussetzungen für ein besseres Abschneiden könnten schlechter sein. Denn es gebe zwar angeschlagene Spieler, die nicht voll hätten trainieren können, so Osterloh. „Aber ich hoffe, dass alle spielen können.“ Und die, die spielen, haben sicherlich ein größeres Selbstbewusstsein als zum Saisonstart. Denn jetzt scheint der TuS in Fahrt gekommen zu sein.