Hattinger holen ihre Punkte auswärts

Am Sonntag treffen Hattingens bester Torschütze Felix Osterloh (li.), Luca Kuhnhenn und der TuS auf Ex-Trainer Maik Düerkop.Foto:Ziegler
Am Sonntag treffen Hattingens bester Torschütze Felix Osterloh (li.), Luca Kuhnhenn und der TuS auf Ex-Trainer Maik Düerkop.Foto:Ziegler
Foto: WAZ FotoPool / Olaf Ziegler

Hattingen..  Handball-Verbandsligist TuS Hattingen überwintert auf Tabellenplatz elf. Damit und mit dem Vorsprung auf die Abstiegsplätze ist Trainer Frank Osterloh nicht unzufrieden.

Die Ausgangsposition

Im Sommer fand ein personeller Umbruch statt. Trainer Maik Düerkop verließ den TuS, Stammkraft Max Schwarz folgte ihm zu Vest Recklinghausen, auch andere gingen. Insgesamt hat Hattingen in einem Jahr sieben Spieler abgeben müssen. Den Substanzverlust versuchte Düerkops Nachfolger Frank Osterloh mit Spielern aus der zweiten Mannschaft wie Sven Schmitz, Jonas Schäffer oder Matthias Sinnemann aufzufangen.

Der Start

Immer wieder betonte Frank Osterloh, wie stark die Liga sei und dass er sein Team zu den fünf Mannschaften zähle, die vermutlich gegen den Klassenerhalt kämpfen. Schnell wurde klar, dass Osterloh Recht hatte. Der TuS unterlag zum Auftakt beim direkten Konkurrenten Westfalia Herne (25:28) und hatte in der Folgewoche gegen Teutonia Riemke (23:35) keine Chance.

Die Auswärtsspiele

Der erste Sieg gelang bei der HSV Plettenberg/Werdohl am dritten Spieltag. Und vorerst blieben es die Partien in der Fremde, aus denen die Hattinger Punkte kamen. Auch bei der PSV Recklinghausen punktete der TuS doppelt und überraschte beim zu Hause lange ungeschlagenen HSC Haltern/Sythen beim 30:27. Beim SuS Oberaden (30:31) und sogar zuletzt beim Tabellenführer OSC Dortmund (30:33) war Zählbares in Reichweite. Auswärts kann der TuS also sehr zufrieden mit der bisherigen Spielzeit sein.

Die Heimspiele

Ganz anders liest sich die Heimbilanz. Nur einen Sieg feierte der TuS in bisher fünf Begegnungen in der Kreissporthalle. Das ist eigentlich eine fatale Bilanz, die aber täuscht. Denn Riemke und vor allem der TuS Ferndorf II (25:34) waren einfach zu stark. Und gegen TuRa Bergkamen (29:30) sowie Borussia Höchsten (28:30) betrug der Rückstand nur einen beziehungsweise zwei Treffer. „Höchsten hat bei uns gut gespielt“, sagt Frank Osterloh, dessen Team eine leidenschaftliche Aufholjagd nicht krönte. Neben dem Erfolg in Haltern gelang dem TuS auch in der Kreissporthalle eine faustdicke Überraschung, als er den RSVE Siegen Handball mit 35:32 niederrang. Mit leidenschaftlichem Kampf brachte das Heimteam die Halle zum Kochen. „Ich sehe die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen wegen der Stärke der Gegner nicht als so groß an“, sagt Frank Osterloh.

Die Aussichten

Insgesamt hat Frank Osterloh seit dem Ende der Herbstferien eine ansteigende Tendenz seines Teams beobachtet. „Seitdem haben wir in jedem Spiel mitgehalten“, sagt er. Zuletzt setzte sich der TuS ja auch beim Volksbank-Cup gegen starke Konkurrenz durch. Auch mit der Tabellensituation kann man angesichts der schwierigen personellen Bedingungen gut leben. „Wir sind froh, zu denen zu gehören, die acht Punkte haben. Und nicht zu denen, die drei haben“, sagt Frank Osterloh. Punktgleich mit Herne und der PSV Recklinghausen belegt Hattingen den elften Platz. Dahinter rangieren Plettenberg/Werdohl und Höchsten auf den Plätzen 14 bzw. 13.