Hattinger halten nur eine Halbzeit lang mit

Josef Pospiech sprang ganz kurzfristig für Jonas Schäffer ein. Pospiech erzielte dann für die Hattinger zwei Tore.Foto:Archiv, Volker Speckenwirth
Josef Pospiech sprang ganz kurzfristig für Jonas Schäffer ein. Pospiech erzielte dann für die Hattinger zwei Tore.Foto:Archiv, Volker Speckenwirth
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RSVE Siegen Handball -
TuS Hattingen 32:19

Am Ende stand ein deutliches Ergebnis auf dem Spielberichtsbogen. Zuvor aber hatte es Handball-Verbandsligist TuS Hattingen dem favorisierten RSVE Siegen Handball bei der 19:32-Niederlage lange Zeit richtig schwer gemacht.

Große Freude herrschte in der Rundturnhalle Hubenfeld bei den Gastgebern nach dem klaren Erfolg über den TuS. Und die wurde dann sogar noch richtig ausgelassen, als die 20:27-Niederlage des Tabellenführers TuS Ferndorf II beim HSC Haltern-Sythen bekannt wurde. Die Siegener sind nämlich dadurch bis auf einen Punkt an den Spitzenreiter herangerückt und haben nun Meisterschaft und Aufstieg wieder selbst in der Hand.

Obwohl die Hausherren zur Pause mit vier Toren führten, gestaltete der TuS Hattingen mit einer guten Abwehrarbeit und einem richtig starken Sascha Monjé im Tor die Partie in Siegen in der ersten Halbzeit recht ausgeglichen.

Die Eiserfelder trafen gegen fleißige Hattinger auf große Gegenwehr und fanden nicht so richtig ins Spiel. Der Tabellenzweite profitierte aber von einer ungewollten Großzügigkeit der Hattinger beim Auslassen bester Tormöglichkeiten gegen einen allerdings auch exzellenten Torwart. So scheiterten Matthias Sinnemann und Felix Osterloh auch noch mit zwei Siebenmetern.

Trotz des Rückstandes glaubte man im Hattinger Lager, dem RSVE auch weiterhin Paroli bieten zu können. Als dann jedoch der TuS eine Überzahl nicht nutzten konnte und innerhalb von nur fünf Minuten drei Gegenstöße trotz bester Wurfposition ausließ, gingen bei den Hattingern die Köpfe runter.

Frank Osterloh gratuliert

„Von diesem Zeitpunkt an haben die Siegener uns gezeigt, was sie drauf haben. Als sie entspannt aufspielen konnten, war dann mehr als ein Klassenunterschied zu erkennen. Mit einer bärenstarken und sich auf schnellen Füßen bewegende Deckung und außergewöhnlicher individueller Klasse im Angriff wurden uns ganz deutlich die Grenzen aufgezeigt. Da kann man nur gratulieren“, zeigte sich Hattingens Trainer Frank Osterloh als überaus fairer Verlierer.

Die ohne Luca Kuhnhenn und Jonas Schäffer (für Jonas Schäffer sprang der eigentlich aus beruflichen Gründen pausierende Josef Pospiech ein) antretenden Hattinger erfreuten sich beim Auswärtsspiel in Siegen einer prächtigen Unterstützung ihrer Fans. „Die haben uns trotz der weiten Anreise und trotz des später auch deutlichen Rückstandes durchweg lautstark angefeuert. Das war schon äußerst bemerkenswert“, zollte Hattingens Trainer Frank Osterloh den mitgereisten Anhängern des TuS Hattingen ein großes Lob.

„Spielfilm“: 5:5, 9:8, 13:9 (Hz.), 15:10, 20:11, 24:15, 30:17, 32:19.
TuS: Monjé, Wulf; Dobrodt (2), Grossmann (1), Jäger (1), Kilfitt, Osterloh (2), Pospiech (2), Schimm (1), Schmitz (4), Sinnemann (2), Stecken (4).