Hattinger haben das Pokal-Aus noch im Kopf

Hattingens Kraftpaket Philipp Dobrodt im Einsatz: Für den Kreisläufer ist es das letzte Spiel für den TuS, in der nächsten Saison spielt er für Schalke 04.Foto:Jürgen Theobald
Hattingens Kraftpaket Philipp Dobrodt im Einsatz: Für den Kreisläufer ist es das letzte Spiel für den TuS, in der nächsten Saison spielt er für Schalke 04.Foto:Jürgen Theobald
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Hattingen..  Mit einem Heimspiel gegen den SV Westerholt (Sa., 19.30 Uhr) beendet Handball-Verbandsligist TuS Hattingen eine sehr erfolgreiche Saison.

Das ausgegebene Ziel Klassenerhalt wurde schon vor Wochen erreicht. Zudem steht bereits jetzt fest, dass der TuS die Spielzeit mit einem nicht erwarteten positiven Punkteverhältnis abschließen wird. Ganz besonders erfreulich ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass es den Schützlingen von Trainer Frank Osterloh gelungen ist, gegen jede andere Mannschaft zu punkten. Und das ist bei solchen Hochkarätern wie TuS Ferndorf II und RSVE Siegen ja nun in der Tat keine Selbstverständlichkeit.

Auch zum Saisonausklang können sich die Hattinger Fans auf eine durchaus interessante Begegnung auf Augenhöhe freuen. Der TuS und der SV Westerholt stehen in der Tabelle mit jeweils 28:22-Zählern punktgleich beieinander. Da der TuS das Hinspiel in Westerholt gewonnen hat und auch im direkten Vergleich gegen den Verfolger HSG Vest Recklinghausen mit Maik Düerkop vorne liegt, reicht der Osterloh-Sieben am Samstagabend ein Punkt, um den sechsten Tabellenplatz auch für die Endabrechnung zu verteidigen.

Dass die Aufgabe allerdings nicht ganz so einfach wird, hat sich auch schon im Pokalwettbewerb gezeigt. Da kassierte der TuS auf Kreisebene im Viertelfinale zu Hause gegen das Team um den Ex-Hattinger Thomas Kersebaum eine klare 32:42-Niederlage.

„Das haben wir natürlich noch nicht vergessen“, erinnert sich Frank Osterloh mit Unbehagen an das Aus im Pokalwettbewerb, dem der TuS allerdings auch nicht die höchste Priorität beigemessen hatte. Von einer Revanche zu sprechen, wäre daher sicherlich ein wenig überhöht. Dass die Hattinger ihre nach dem Hinspielsieg in Westerholt begonnene grandiose Erfolgsserie aber mit einem Sieg fortsetzen und abschließen wollen, ist aber auch klar. Bis auf Luca Kuhnhenn kann Frank Osterloh beim Saison-Kehraus auf alle Spieler zurückgreifen.

Aber auch die mit hohen Erwartungen in die Saison gestarteten Westerholter wollen die Punkterunde mit einem Sieg ausklingen lassen. Erst recht, nachdem das Team von Spielertrainer Philipp Jacob sich zuletzt beim 37:35-Heimsieg gegen Westfalia Herne fast noch eine 29:15-Führung hätte abjagen lassen. „Der SV Westerholt hat mit Philipp Jacob, Thomas Kersebaum, Philip Trattner und dem universell starken Fabian Hentschel einen eminent torgefährlichen Rückraum und mit dem kräftigen Florian Weißelstein am Kreis sowie einem guten Torwartgespann weitere richtig gute Spieler in seinen Reihen. Und nach dem zweiten Trainerwechsel in dieser Saison läuft es inzwischen ja auch viel besser“, zollt Frank Osterloh dem Gegner Respekt.