Hattinger Frauen schlagen sich achtbar

Wieder einmal ein druckvoller Angriff der Gäste aus Hennen. TuS-Spielerin Alexanda Bednarek steigt zwar zum Block hoch, kann dem Ball letztlich aber nur noch hinterher schauen.Foto:Michael Korte
Wieder einmal ein druckvoller Angriff der Gäste aus Hennen. TuS-Spielerin Alexanda Bednarek steigt zwar zum Block hoch, kann dem Ball letztlich aber nur noch hinterher schauen.Foto:Michael Korte

Hattingen.. TuS Hattingen -
SC Hennen 1:3

Immerhin: Die Verbandsliga-Volleyballerinnen des TuS Hattingen mussten gegen den SC Hennen zwar die erwartete Niederlage hinnehmen, doch sie luchsten dem souveränen Tabellenführer einen Satz ab. Und das ist in dieser Saison noch nicht vielen Mannschaften gelungen.

Umstellung in der Abwehr

Die Leistung der Hattingerinnen verdient vor allem auch deshalb Beachtung, weil sie ihr Aufgebot kurzfristig noch einmal umstellen mussten. Denn Abwehrspezialistin Inga Ragutt fiel krankheitsbedingt aus. Und für sie gibt es in den Hattinger Reihen keinen Ersatz. „Wir haben keine Alternative für diese Position, also haben wir es im Spiel gegen Hennen ohne Libera versucht“, sagte TuS-Spielerin Anna-Laura Timmer. Die Hattingerinnen stellten dann bei der Ballannahme um – von einer Dreier- auf einer Viererkette.

Vielleicht lag es an dieser Umstellung, vielleicht auch am großen Respekt vor dem Tabellenführer - aber der TuS kam nicht richtig ins Spiel. „Wir hatten uns vorgenommen, dieses Spiel selbstbewusst anzugehen, aber irgendwie hat das nicht richtig geklappt“, so Anna-Laura Timmer.

Mit 14:25 wurde der erste Satz abgegeben, mit 16:25 der zweite. Doch in diesem Durchgang waren die Hattingerinnen keineswegs chancenlos. Zwischenzeitlich lagen sie sogar mit 14:10 vorne, doch dann kam der Tabellenführer wieder zurück. Hennen schlug stark auf und griff druckvoll an. So wurde aus einer 14:10-Führung für den TuS ein 14:19-Rückstand. „In dieser Phase hatten wir so etwas wie einen kollektiven Blackout“, sagte Anna-Laura-Timmer.

Doch die Gastgeberinnen fingen sich wieder. Im dritten Satz spielten sie engagierter, stellten die Eigenfehler ab und brachten den Favoriten so in Schwierigkeiten. „Da hatten wir viel mehr Biss, da war dann auch die Motivation wieder da“, beschrieb Anna-Laura Timmer diese Phase, in der das Spiel zu kippen schien.

Auch der vierte Durchgang blieb spannend. Die Partie blieb ausgeglichen. „Uns ist es dann aber leider nicht gelungen, noch einmal die letzte entscheidende Schüppe draufzulegen“, so Anna-Laura Timmer. „Aber ich denke schon, dass es ein achtbares Ergebnis gegen die stärkste Mannschaft der Liga war. Vor allem wenn man bedenkt, dass wir kurzfristig umstellen mussten.“

Sätze: 14:25, 16:25, 25:23, 22:25.
TuS: Bednarek, Booz, Urbanczyk, Wagner, Zagermann, Wojtas, L. Timmer, A.-L. Timmer.