Hattingens Serientäter

Als verschworene Einheit präsentierten sich die Hattinger Handballer zuletzt beim Sieg in Riemke.Foto:Fischer
Als verschworene Einheit präsentierten sich die Hattinger Handballer zuletzt beim Sieg in Riemke.Foto:Fischer
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Hattingen..  Mit drei Siegen in Folge befindet sich Handball-Verbandsligist TuS Hattingen schon seit einigen Wochen in der Erfolgsspur. Diese wollen die Hattinger auch am Sonntag nicht verlassen.

Die Mannschaft von Trainer Frank Osterloh empfängt den Tabellenvorletzten HSV Plettenberg/Werdohl (17.30 Uhr, Kreissporthalle) und will mit dem vierten Erfolg in Serie im Kampf um den Ligaerhalt ein weiteres Ausrufezeichen setzen.

Nach dem souveränen Auftritt beim Nachbarn Teutonia Riemke mit einem verdienten 30:24-Sieg will der TuS Hattingen nun gegen den Tabellenvorletzten HSV Plettenberg/Werdohl unbedingt nachlegen. Im Falle eines erneuten Sieges würden die Hattinger nicht nur ihr Punktekonto mit dann 16:16-Zählern ausgleichen, sondern gleichzeitig ihren Vorsprung auf die Gäste (derzeit 4:26) auf zwölf Punkte ausbauen. Da man zudem davon ausgehen kann, dass auch der Meisterschaftskandidat OSC Dortmund sein Heimspiel gegen das Schlusslicht TuS Borussia Höchsten gewinnen wird, wären die TuSler im Erfolgsfall den beiden Abstiegsrängen schon um zwölf Zähler enteilt. Damit konnte man vor einigen Wochen noch in keiner Weise rechnen.

Allein aus diesem Grund tritt auch Hattingens Trainer Frank Osterloh ganz energisch auf die Euphoriebremse und hebt vor dem Spiel gegen den HSV warnend den Zeigefinger. „Die HSV Plettenberg/Werdohl hatte zuletzt wirklich das Pech gepachtet. Einen Leistungsunterschied zu den Mannschaften im Tabellenmittelfeld konnte ich bei meinen Beobachtungen nicht erkennen“, spricht der TuS-Trainer die Tatsache an, dass der Gegner seine beiden letzten Auswärtsspiele (25:26 beim Tabellenzweiten OSC Dortmund und 27:28 bei der HSG Vest Recklinghausen) mehr als unglücklich mit nur einem Tor Differenz verlor.

Die Stärken bei Plettenberg/Werdohl hat Frank Osterloh in der Angriffszentrale mit Marc Bardischewski und Pierre van der Hurk ausgemacht. Auch das Tempo, das die unter dem neuen und sehr erfahrenen Trainer Friedhelm Ziel erstarkten Gäste gehen, imponierte dem Hattinger Trainer. Auch wenn die Gäste verletzungsbedingt nicht in Bestbesetzung antreten können, erwartet Frank Osterloh ein intensives Spiel. „Wir dürfen keineswegs denken, dass die Saison bereits gelaufen ist. Das Spiel ist für uns extrem wichtig. Wir wollen den Abstand nach hinten vergrößern“, fordert der Coach höchste Einsatzbereitschaft und unbedingte Konzentration von seinen Jungs ein.

Inwieweit Frank Osterlohs Sohn Felix am Sonntag bei dieser schwierigen Aufgabe helfen kann, wird man erst kurzfristig sehen. Der Hattinger Torjäger laboriert immer noch an einer Schulterverletzung, die ihm seit einigen Wochen arg zu schaffen macht.