Hattingen und Welper stellen sich neu auf

Die aktuelle A-Jugend der JSG ist derzeit Tabellenachter der Oberliga. Sie wird wohl fast geschlossen beim TuS bleiben.
Die aktuelle A-Jugend der JSG ist derzeit Tabellenachter der Oberliga. Sie wird wohl fast geschlossen beim TuS bleiben.
Foto: WAZ FotoPool

Hattingen..  Die Handballer des TuS Hattingen und der DJK Westfalia Welper arbeiten nach dem Aus für die gemeinsame Jugendspielgemeinschaft fieberhaft daran, sich jeweils alleine neu aufzustellen.

Die Welperaner wollen ganz neu ansetzen und haben ein Konzept entworfen. Genauer gesagt hat das der Trainer der ersten Mannschaft, Michael Wolf, getan. Dieses Konzept wurde Eltern und Kindern vergangene Woche präsentiert. Laut Wolf war das ein voller Erfolg, mehr als 100 Personen seien der Einladung gefolgt. „Diese Resonanz hätte ich überhaupt nicht erwartet“, sagt Wolf. „Und die Rückmeldungen der Eltern waren durchweg positiv.“

Bei der Veranstaltung seien noch einmal die Gründe für den Ausstieg aus der JSG dargelegt worden. Der zweite Teil habe dann der Zukunft und dem neuen Konzept gegolten. „Wir sehen ein Patensystem vor“, sagt Wolf. „Jede Mannschaft bekommt eine relativ bekannte Person aus dem Verein zur Seite gestellt.“ Gemeinsame Aktivitäten wie Ferienfreizeiten sollen darüber hinaus eine Identifikation mit dem Verein schaffen.

Andererseits, nämlich sportlich, will Wolf die Trainer regelmäßig weiterbilden, die erste Schulung sei bereits für den 21. März angesetzt. In der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen im Training wird es zwei Schwerpunkte geben: Die Athletik sowie ein den verschiedenen Jahrgängen jeweils angepasstes technisches und taktisches Programm.

Was die Bestückung der zukünftigen Mannschaften angeht, wird Welper es bei den älteren Teams eher schwer haben, denn bei der JSG bestanden diese größtenteils aus Spielern vom TuS Hattingen. Man habe zusammen mit den Hattingern die Eltern der JSG-Spieler gebeten, sich bis Ende Januar für einen Verein zu entscheiden – die Qualifikationsturniere für die kommende Saison sind dann nicht mehr weit entfernt.

TuS will Kotakt mit Schulen suchen

Laut Franz Schäfer, Handball-Abteilungsleiter des TuS, ist klar, dass Hattingen in der kommenden Saison eine A-Jugend stellt. Auch bei B- und C-Jugend sehe es gut aus, für diese Teams bietet der TuS Infoveranstaltungen am heutigen Mittwoch (B-Jugend) und am Donnerstag (C-Jugend) an.

„Wir werden es aber nicht schaffen, bis zur nächsten Saison drei „kleine“ Jugenden aus dem Boden zu stampfen“, so Schäfer. Man werde in Zukunft verstärkt an die Schulen herantreten, um jüngeren Nachwuchs zu bekommen. Schäfer weist darauf hin, dass noch nicht abzusehen sei, wie sich de Auflösung der JSG auf die Jugendabteilungen auswirkt. Schon gemeinsam mit der DJK habe man die meisten Altersklassen nur mit einer Mannschaft besetzen können.

Personell sieht Franz Schäfer den Verein gut aufgestellt. „Wir haben ja eine bestehende Trainerriege“, sagt er. Zudem seien Senioren und Junioren beim TuS keine getrennten Abteilungen. „Hier kümmert sich jeder.“ Jugendleiter bleibt Frank Kriege.