Hattingen behält Nerven im Fünf-Satz-Krimi

Der TuS mitAlexandra Bednarek, Anna Zagermann, Franziska Schasiepen, Anna Laura Timmer und Luisa Timmer setzte sicj durch.
Der TuS mitAlexandra Bednarek, Anna Zagermann, Franziska Schasiepen, Anna Laura Timmer und Luisa Timmer setzte sicj durch.
Foto: Funke Foto Services

Hattingen..  Die Volleyballerinnen des TuS Hattingen feierten mit ihrem 3:2-Sieg über den TV Hörde einen sehr wichtigen Sieg. Mit ein wenig Glück entschieden sie den Fünf-Satz-Krimi für sich.

Es war wirklich ein Kampf auf Brechen und Biegen. „Wir haben zwei Stunden und 20 Minuten gespielt“, sagte TuS-Spielerin Anna Laura Timmer. „Beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt, die Partie war sehr ausgeglichen. Um jeden Punkt wurde gekämpft, und am Ende hatten wir ein bisschen Glück.“

Nicht nur das Glück, den entscheidenden Durchgang mit 15:12 für sich zu entscheiden. Sondern auch das Glück, dass Hörde das Spiel nicht früher für sich entschieden hatte. Denn die Hattingerinnen leisteten sich im vierten Satz einen kleinen Durchhänger.

TuS stark in Abwehr und bei Angabe

Aber der Reihe nach. Den ersten Durchgang sicherten sich die Gastgeberinnen knapp mit 25:22. Noch enger verlief der zweite Abschnitt, den die Gäste aus Dortmund in der Verlängerung mit 28:26 gewannen. „Da hatten wir ein wenig Pech, und im dritten Satz war dann die Luft raus“, so Anna Laura Timmer. „Da waren wir nicht mehr so wach.“ Die Folge: Der TV Hörde ging nach dem 25:22 in Führung.

Aber die TuS-Damen kamen zurück und erkämpften sich mit 25:23 den fünften Satz. Den gewannen sie dann mit 15:12 und sicherten sich zwei Punkte, obwohl Hörde mit 113 sogar drei Punkte mehr geholt hatte als die Gastgeberinnen.

Die Hattingerinnen, die kurzfristig auf die erkrankte Lisa Urbanczyk verzichten mussten, überzeugten gegen Hörde vor allem in der Abwehr und bei der Angabe. „Unser Block hat dagegen nicht so gut geklappt“, sagte Anna Laura Timmer, die sich über die starke Teamleistung allerdings freute.

Nach dem Erfolg, mit dem sich Hattingen für die 1:3-Niederlage im Hinspiel revanchierte, ist die Ausgangsposition der TuS-Frauen wieder erheblich besser. In der Tabelle trennen sie derzeit noch zwei Punkte und der dazwischen positionierte EVC Massen von den fünftplatzierten Hörderinnen.

Grund zum Abschalten ist das aber noch lange nicht, denn die SG Rodt-Müllenbach auf dem Relegationsplatz hat wie der TuS bislang elf Punkte auf dem Konto. Und die nächste Aufgabe hat es in sich: am kommenden Samstag ist Hattingen zu Gast beim TC Gelsenkirchen, dem aktuellen Tabellenzweiten. Dass auch der allerdings an einem guten Tag in Schwierigkeiten zu bringen ist, bewiesen die TuS-Spielerinnen in der Hinserie. Es war das erste Saisonspiel für die Hattingerinnen, nachdem ihre Partie gegen Hörde wegen akuter Personalnot hatte verlegt werden müssen. Der TuS führte nach Sätzen mit 2:0, musste sich am Ende aber geschlagen geben. „Wir haben mit Gelsenkirchen noch eine Rechnung offen“, sagte Anna Laura Timmer.

TuS Hattingen -
TV Hörde 3:2

Sätze: 25:22, 26:28, 22:25, 25:23, 15:12.
TuS: Bednarek, Booz, Ragutt, Schasiepen, Luisa Timmer, Anna Laura Timmer, Wagner, Zagermann.