Fernduell um Platz zwei

Mario Göbel wusste nicht, wie er das Ergebnis einordnen sollte.Foto:Fischer
Mario Göbel wusste nicht, wie er das Ergebnis einordnen sollte.Foto:Fischer
Foto: Fischer / Funke Foto Services

Hattingen.. TUB Bocholt III -
TuS Hattingen 2:3

Die Volleyballer des TuS Hattingen haben in der Landesliga das Duell der Verfolger gewonnen. Sie schlugen den TUB Bocholt III mit 3:2, doch der Sprung auf Platz zwei gelang ihnen nicht.

Denn trotz der Niederlage haben auch die Bocholter gepunktet. Weil sie den fünften Satz erreichten, bekamen sie einen Zähler. Dem TuS hingegen wurden zwei Punkte gutgeschrieben. Für einen klaren Sieg wären es drei gewesen. Beide Mannschaften stehen jetzt bei 21 Punkten, Bocholt hat aber das bessere Satzverhältnis.

Und so wussten die Hattinger nicht so richtig, was sie mit diesem Ergebnis anfangen sollten. „Wir wagen ein bisschen zwiegespalten“, so TuS-Spieler Mario Göbel. „Natürlich ist es zunächst einmal gut, dass wir gegen eine Spitzenmannschaft der Liga gewonnen haben. Und dann auch noch in des Gegners Halle. Auf der anderen Seite war es aber auch möglich, klarer zu gewinnen und an Bocholt vorbeizuziehen. Und da ärgern wird uns natürlich schon, dass wir das nicht geschafft haben.“

Führung aus der Hand gegeben

Damit sprach Göbel vor allem den zweiten Satz an. Den ersten hatten die Hattinger recht sicher mit 25:21 gewonnen, und auch im zweiten sah es nicht schlecht aus. „Wir lagen drei, vier Punkte vorne, und als wir uns dann so um die 20-Punkte-Marke bewegten, war ich mir eigentlich sicher, dass wir diesen Satz gewinnen würden“, so Göbel.

Doch es kam anders. Bocholt gewann den zweiten Durchgang mit 27:25 und dann auch den dritten mit 24:14. In dieser Phase fühlten sich die Hattinger allerdings in einigen Szenen vom Schiedsgericht benachteiligt. „Dazu sage ich ja sonst nie etwas“, so Göbel. „Aber da gab es schon einige umstrittene Entscheidungen zu Gunsten der Heimmannschaft.“

Doch der TuS kam wieder zurück. Mit Wut im Bauch wurde dann der vierte Durchgang mit 25:14 gewonnen. Mittlerweile hatten sich die Hattinger auch besser auf den Gegner eingestellt. „Die Bocholter hatten einen wirklich überragenden Angreifer in ihren Reihen, der mit seinen Schlägen auch aus dem Hinterfeld heraus erfolgreich war“, so Mario Göbel. „Außerdem waren die Bocholter in der Feldabwehr enorm beweglich. Wir haben ja richtig gut angegriffen, doch die haben dann ein paar unglaubliche Bälle noch im Spiel gehalten. Ich denke schon, dass es ein hochklassiges Volleyball-Spiel war.“

Nach gewonnenem vierten Satz ließ sich der TuS dann nicht mehr aus der Erfolgsspur drängen. Der abschließende Tiebreak wurde mit 15:13 gewonnen, was sich zwar recht knapp anhört, doch eigentlich lagen die Hattinger immer vorne.

In der Schlussphase der Saison werden sich Bocholt und Hattingen jetzt also ein Fernduell um Platz zwei liefern. Für den Tabellenzweiten stehen nach der Saison noch Entscheidungsspiele um den Aufstieg an. „Unser Problem ist, dass wir in der Hinrunde zu viele Sätze abgegeben haben“, sagt Mario Göbel. „Das 3:2 gegen Gelsenkirchen ging zum Beispiel überhaupt nicht, da hätten wir deutlicher gewinnen müssen. Jetzt müssen wir halt zusehen, dass wir unsere Spiele klar entscheiden und darauf hoffen, dass Bocholt gelegentlich in den Tiebreak muss. Ich denke, dass Bocholt den größeren Druck hat. Denn Bocholt will unbedingt aufsteigen, wir sehen das ein bisschen gelassener.“

Sätze: 21:25, 27:25, 24:14, 14:25, 13:15,
TuS: Kamp, Klinge, Mack, Koch, Dormann, Hulin, Matern, Göbel.