Fernduell um den Bundesliga-Aufstieg

Jubel nach dem Ausgleich. Simon Bukowski (rechts) erzielte gegen Rot-Weiss Ahlen das 1:1. Am Ende gewann die TSG mit 3:1.Foto:Manfred Sander
Jubel nach dem Ausgleich. Simon Bukowski (rechts) erzielte gegen Rot-Weiss Ahlen das 1:1. Am Ende gewann die TSG mit 3:1.Foto:Manfred Sander
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Sprockhövel..  Aus eigener Kraft können sie es zwar nicht mehr schaffen, doch es spricht viel dafür, dass den A-Jugend-Fußballern der TSG Sprockhövel der große Wurf gelingt – der Aufstieg in die Bundesliga nämlich.

Die Entscheidung fällt am letzten Spieltag in einem Fernduell mit dem SC Verl, der noch einen Zähler vor den Sprockhövelern liegt. Zwischenzeitlich glaubte man am Sonntag im Baumhof schon, dass der Sprung an die Tabellenspitze gelungen sei. „Es hieß zunächst, dass es im Spiel Verl gegen Eintracht Dortmund kurz vor Schluss noch unentschieden stehe“, sagt Andrius Balaika, der die TSG-A-Junioren gemeinsam mit Raoul Meister trainiert. Doch diese Nachricht erwies sich letztlich als Fehlinformation. Verl geriet in diesem Spiel zwar in Rückstand, hatte die Partie aber schon nach einer Stunde gedreht und gewann am Ende mit 2:1.

Doch Verl hat am letzten Spieltag mit dem Auswärtsspiel gegen Paderborn eine schwierigere Aufgabe als die TSG, die beim gesicherten Tabellenzehnten 1. FC Gievenbeck antritt. Dass Paderborn am Wochenende mit 0:2 gegen Iserlohn verloren hat, passt Andrius Balaika aber nicht so richtig. „Dadurch sind die Paderborner aus dem Aufstiegsrennen“, sagt der 36-Jährige. „Wir hoffen natürlich, dass sie sich am letzten Spieltag gegen Verl noch einmal richtig reinhängen.“

Davon geht TSG-Jugendleiter Jürgen Homberg fest aus. „Wie man hört, gibt es zwischen beiden Vereinen eine große Rivalität, das soll ein bisschen so sein wie bei Dortmund und Schalke“, sagt Homberg. „Doch wir sollten nicht so sehr auf dieses Spiel schauen, sondern auf unser eigenes. Fakt ist aber, dass das Tor zur Bundesliga weit offen steht.“

Zwei Wochen haben sie Sprockhöveler A-Jugendlichen jetzt Zeit, um sich auf das Saisonfinale vorzubereiten. Diese zwei Wochen werde man jetzt recht gelassen angehen, sagen Homberg und Balaika übereinstimmend. Eine ganz normale Vorbereitung sei geplant.

Vielleicht wäre es sogar besser, wenn es direkt am nächsten Sonntag weiterginge. Denn wird der Lauf der Sprockhöveler, die alle Rückrundenspiele gewonnen haben, kurzfristig unterbrochen. „Ich weiß nicht, ob das ein Nachteil ist“, sagt Andrius Balaika. „Natürlich spürt man das Kribbeln im Bauch jetzt etwas länger. Doch das ist ja eigentlich ein sehr schönes Gefühl.“

Patrick Rohde wird neuer A-Jugend-Trainer

Natürlich gibt es im Sprockhöveler Umfeld auch Bedenken, wenn man an eine Saison in der A-Jugend-Bundesliga denkt. Im heimischen Baumhof darf nur in Ausnahmefällen gespielt werden, zudem muss eine neue Mannschaft aufgebaut werden, weil 14 Spieler dem A-Jugendalter entwachsen. Für den Neuaufbau ist dann aber nicht mehr Andrius Balaika verantwortlich, Balaika übernimmt die TSG-Seniorenmannschaft. Ein Nachfolger für den Litauer wurde übrigens schon gefunden. Neuer A-Jugend-Trainer wird Patrick Rohde. Der 38-Jährige war ja schon einmal Sprockhöveler A-Junioren-Coach und trainiert aktuell noch die U 16-Mannschaft des VfL Bochum.