Erfolgsrezept Zusammenhalt

Die Freude über den Sieg gegen Herbede und den Aufstieg in die Westfalenliga war nach dem Schlusspfiff groß.Foto:STEFAN AREND
Die Freude über den Sieg gegen Herbede und den Aufstieg in die Westfalenliga war nach dem Schlusspfiff groß.Foto:STEFAN AREND
Foto: WAZ

Hattingen..  Die letzte Hürde meisterte Hedefspor am Sonntagnachmittag souverän mit dem 4:0-Erfolg gegen den SV Herbede. Der Aufstieg in die Westfalenliga ist also perfekt. Und auch im letzten Heimspiel der Saison demonstrierten die Hattinger, warum sie verdient den Sprung in die nächste höhere Klasse geschafft haben.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten und Problemen rappelte sich die Mannschaft auf und schaffte gemeinsam den Erfolg. Das war gegen Herbede so, aber auch in der gesamten Saison war dies das Markenzeichen von Hedefspor. „Die Mannschaft musste ja einige Rückschläge verkraften“, sagt Jugendleiter Veli Kutlu, der am Sonntag mit Co-Trainer Esad Muharemovic Trainer Holger Aden an der Linie vertrat. „Dass das Team trotz der vielen Trainerwechsel und Abgänge in der Winterpause den Aufstieg geschafft hat, ist sensationell. Diese Mannschaft hat einfach als Einheit funktioniert. Die Freude ist riesengroß.“

Dass dieser Aufstieg verdient ist, beweisen auch die Statistiken. So stellt Hedefspor Hattingen die beste Defensive der Liga. Torwart Selcuk Aydin kassierte in 30 Spielen nur 31 Gegentreffer. Dieser Wert ist natürlich auf die tollen Paraden und Reaktionen von Selcuk Adin zurückzuführen, aber auch die Abwehr um Afeez Yaya Ola und Yusuf Aydin hatte daran einen großen Anteil. Chancen waren gerade zu Hause für die Gäste Mangelware.

Glücksgriff Holger Aden

„Ich hatte schon ein paar Bedenken, als wir in der Winterpause noch einmal den Trainer wechseln mussten“, sagt Kapitän Yavuz Derin. „Aber schon beim ersten Testspiel habe ich gemerkt, dass wir mit Holger Aden und Esad Muharemovic super Trainer bekommen haben. Holger Aden war ein Glücksgriff für uns.“ Das erste Spiel unter dem neuen Trainerteam ging zwar verloren, doch dann folgte eine beeindruckende Serie der Hattinger. Fünf Siege am Stück brachte Hedef in eine hervorragende Ausgangsposition. Nach der 0:5-Heimpleite gegen den SV Brackel hätte man vielleicht einen Einbruch erwarten können, aber die Hattinger rissen sich abermals zusammen und blieben anschließend fünf Mal hintereinander ungeschlagen. Die Vorentscheidung fiel dann beim Heimspiel gegen den SV Sodingen. In einer furiosen ersten Halbzeit blieb den Sodingern meist nur die Zuschauerolle. Auch wenn es am Ende noch etwas knapp wurde, war der Erfolg verdient und die Tür zu Westfalenliga weit offen.

Eingespieltes Grundgerüst

„Ich persönlich habe erst nach dem Sieg gegen Sodingen realisiert, dass der Aufstieg jetzt wirklich möglich ist“, sagt Veli Kutlu, der mit Hedefspor schon so einige Aufstiege miterlebt hat. „Bei den vorherigen Aufstiegen war das ja meist auch unser Ziel und wir haben daraufhin gearbeitet. Dieses Mal kommt es deutlich überraschender.“

Gründe für den Aufstieg gibt es sicher so einige. Hedef hat seit Jahren das gleiche Grundgerüst und ist eingespielt. „Wichtig ist aber vor allem, dass das Klima in der Mannschaft sehr gut ist“, sagt Spielführer Yavuz Derin. „Wir haben nicht nur auf dem Platz miteinander zu tun, sondern auch privat. Der Zusammenhalt ist groß und das Team gibt immer Vollgas. Der Charakter jedes einzelnen ist stark. Das beginnt beim Torwart und hört bei den Ersatzspielern auf.“