Ein Tiefschlag in der Nachspielzeit

Fassungslosigkeit im Baumhof: Raoul Meister, Niklas Orlowski, Hasan Ülker und Christian Kalina nach dem späten Ausgleich.Foto:Walter Fischer
Fassungslosigkeit im Baumhof: Raoul Meister, Niklas Orlowski, Hasan Ülker und Christian Kalina nach dem späten Ausgleich.Foto:Walter Fischer
Foto: Fischer

Sprockhövel.. TSG Sprockhövel -
SV Lippstadt 1:1

Das war bitter, ganz bitter. Durch einen Gegentreffer in der Nachspielzeit verpasste Fußball-Oberligist TSG Sprockhövel einen Sieg gegen den SV Lippstadt. Am Ende musste sich die Mannschaft von Trainer Robert Wasilewski mit einem 1:1 begnügen.

In der 94. Minute starteten die Gäste den letzten Versuch, doch noch einen Punkt zu erzwingen. Schiedsrichterin Kathrin Heimann hatte auf Ecke für Lippstadt entschieden, und SVL-Torwart Marcel Höttecke machte sich auf den Weg in den Sprockhöveler Strafraum. Auf eine Absicherung nach hinten verzichteten die Gäste, weil sie wussten, dass es die letzte Aktion des Spiels sein würde. Der Ball segelte also vor das Sprockhöveler Tor, wo sich viele Spieler zum Kopfball hochschraubten. Letztlich wuchtete dann Fabian Lübbers die Kugel zum Ausgleich ins Netz.

Jubel bei den Gästen also – und Fassungslosigkeit bei den Sprockhöveler, die den Sieg wohl verdient gehabt hätten. Denn die TSG hatte die besseren Chancen und sie hatte auch eine gehörige Portion Pech. So zum Beispiel bei einem Lattentreffer von Finn Heiserholt in der 67. Minute.

Die Sprockhöveler hatten auch schon ganz früh im Spiel nur die Torumrandung getroffen. Nach einem Foul an Christopher Antwi-Adjej bekamen sie einen Elfmeter zugesprochen, doch Christian Kalina schoss den Ball an den Innenpfosten. Und es gab später noch einen weiteren Strafstoß für die TSG. In der 79. Minute – wiederum nach einem Foul an Christopher Antwi-Adjej, den sie in Sprockhövel nur Jimmy rufen. Diesmal übernahm der Kapitän die Verantwortung. Raoul Meister lief an, doch Marcel Höttecke parierte. Gegen den Nachschuss von Meister war er dann aber machtlos.

Die Sprockhöveler waren also in der Spur. „Wir haben es dann aber verpasst, das 2:0 nachzulegen“, sagte ein sichtlich enttäuschter Robert Wasilewski nach dem Spiel und sprach damit die Tatsache an, dass seine Mannschaft die Konter, die sich gegen nun auf den Ausgleich drängende Lippstädter boten, nicht gut ausspielte. „Schade, wir hätten es heute sicher verdient gehabt. Nach meiner Ansicht waren wir klar besser“, so Wasilewski weiter. „Aber die Mannschaft hat sich nicht belohnt.“

Tore: 1:0 Raoul Meister (79.), 1:1 Fabian Lübbers (90. + 4).
TSG: Knieps, Kalina, R. Meister, Gremme, Wasilewski (90. + 1 Rößler), Heiserholt, H. Ülker, Antwi--Adjej, Dudda (72. Orlowski), Claus (74. Akyürek).
SVL: Höttecke, Riemer, Evangelista De Souza), Lübbers, Ramsey, Nebi (66. Traufetter), Nebi, Schröder, Parensen (62. John), Zimmermann (82. Hinne-Schneider), Klickermann, Jevric.
Schiedsrichterin: Kathrin Heimann