Ein Sieg muss her
14.10.2009 | 17:45 Uhr 2009-10-14T17:45:00+0200Westfalia Welper ersehnt Befreiungsschlag.
Fünf Spiele sind in der Handball-Landesliga absolviert, und die DJK Westfalia Welper steht ohne Sieg mit zwei mickrigen Pünktchen auf dem drittletzten Tabellenplatz. Trainer Ingo Brebach attestierte seiner Mannschaft zuletzt häufiger die Torgefährlichkeit eines Kreisklassen-Teams oder das Verhalten kleiner Kinder.
Unmittelbar vor Saisonbeginn, Anfang September, hatte Brebach zwar auch schon auf die Lücken hingewiesen, die die Ausfälle von Leistungsträgern wie Christian Grönebaum, Dominik Bauer, Sergej Schott oder Pavel Brikmann hinterließen. Damals war er aber noch zuversichtlich, hatte angekündigt, auf temporeichen, technisch anspruchsvollen Handball setzen zu wollen. „Das gelingt uns ja auch immer über ein Drittel des Spiel”, sagt Brebach heute.
Der Trainer sieht mehrere wesentliche Gründe dafür, dass seine Mannschaft bisher noch keinen Sieg auf dem Konto hat: Zunächst müsse man sehen, dass bei der Westfalia der zweite Umbruch in zwei Jahren stattfinde. „Die alte Garde ist im vergangenen Jahr weggefallen und spielt jetzt in der zweiten Mannschaft.” Dazu seien dann in der aktuellen Saison noch die oben aufgezählten Spieler gekommen. „Die Spieler, die jetzt in der Verantwortung sind, waren das so noch nie, und sie haben auch so noch nie trainiert”, sagt Brebach. Womit er dann beim zweiten Punkt seiner Analyse ist. Um die Mannschaft so zu formen, wie er es sich vorstellt, hätte Brebach viel mehr Aufwand betreiben müssen. „Ich hätte teilweise gerne fünf Mal in der Woche trainiert.” Dass das aber in der Landesliga nicht machbar ist, weiß auch Brebach. „Die Jungs machen das als Hobby.” In der momentanen Situation werde die Unerfahrenheit aber so zum Nachteil: „Man hat innerhalb der Saison keine Zeit. Wir tragen noch den Rucksack vom Wochenende mit uns rum und müssen uns schon wieder auf den nächsten Gegner konzentrieren.” So bleibt jedenfalls kaum Zeit, Fehler aufzuarbeiten.
Wie also soll es besser werden? „Mein Lieblingsspruch lautet: Handball ist Charaktersache”, sagt Ingo Brebach. Und außerdem gibt es Dinge, die hoffnungsvoll stimmen: Bei der jüngsten Niederlage in Hoechsten warf die Westfalia 32 Tore, eine schwache Offensive kann das also nicht sein. Das Wichtigste aber sei natürlich, „in absehbarer Zeit zu gewinnen”, sagt Brebach.
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