Ein Dorfverein blüht auf
12.08.2010 | 13:31 Uhr 2010-08-12T13:31:00+0200
Mit fast 260 Jugendlichen, verteilt auf 17 Mannschaften, stellt die Fußballjugend die größte Abteilung der Sportfreunde aus Niederwenigern.
Schon seit mehreren Jahren wächst die Zahl der Mitglieder kontinuierlich. Vor allem nach dem Bau des Kunstrasens ist ein richtiger Boom erkennbar. Doch nicht nur die Zahl der Mitglieder ist Merkmal einer gut funktionierenden Jugendarbeit.
In Niederwenigern wurde im Februar 2009 in enger Zusammenarbeit von Eltern, Jugend- und Senioren-Trainern, Jugendlichen und dem Vorstand eine neue Jugendordnung erstellt, die sich an den veränderten Aufgaben einer Jugendabteilung orientiert. Zudem wurde eine Jugend-Charta eingeführt, die als Leitbild die Identität des Vereins darstellt und deutlich macht, für welche Werte der Verein SF Niederwenigern steht.
Durch das Leitbild gibt es einen Orientierungsrahmen für die tägliche Arbeit sowohl für den außersportlichen als auch den sportlichen Bereich. „Die Jugendabteilung ist so strukturiert, dass die Aufgaben auf viele Schultern verteilt sind und die Arbeit nicht nur bei einer Person hängen bleibt“, sagt Michael Plückthun, der Abteilungsleiter Jugendfußball.
In der vergangenen Saison spielten zum ersten Mal in der SFN-Vereinsgeschichte Mannschaften von A- bis D-Jugend in der Leistungsklasse, und in der neuen Saison wird die C-Jugend sogar überregional in der Niederrheinliga starten. „Natürlich haben wir mit dem Kunstrasen einen Standortvorteil gegenüber anderen Vereinen in der Umgebung, aber auch unsere gut ausgebildeten Trainer und die sportliche Perspektive durch die Leistungsklasse bzw. Niederrheinliga machen uns nun auch attraktiv für Kinder aus anderen Stadtteilen“, zählt Plückthun die Gründe dafür auf, dass es in Niederwenigerns Jugendabteilung stimmt.
Der Trainer des Aufstiegsteams, Marcel Kraushaar, ist zudem der Meinung, dass „vor allem das Wir-Gefühl, das in Niederwenigern besonders stark verbreitet ist, den Unterschied zu anderen Vereinen ausmacht. Projekte rund um den Kunstrasenbau wie das Scheunenfest, Oktoberfest oder der Spendenlauf bringen das Dorf immer wieder zusammen.“
Der 19-jährige Spieler der ersten Mannschaft betont zudem, dass „viele junge Spieler des Vereins Traineraufgaben im Jugendbereich übernommen haben und so einerseits für frischen Wind gesorgt haben und außerdem durch diverse Trainerscheine auch fachlich kompetent sind.
So spielen alle Mannschaften ab der D-Jugend mit einer Viererkette, und die Spieler sind in Abstimmung mit den Senioren-Trainern fußballerisch so ausgebildet, dass beim Übergang in den Seniorenbereich kein Nachholbedarf besteht. Insgesamt befinden sich im aktuellen Kader der ersten Mannschaft 18 Spieler, die bereits in der Jugend der Sportfreunde gespielt haben.
Auch wenn der Verein zuletzt sportlich sehr erfolgreich war, so legt man in Niederwenigern in erster Linie Wert auf die Gemeinschaft im „Dorf“. Noch einmal Michael Plückthun: „Wir sind ein Dorfverein, und das bleiben wir auch. Hier hilft jeder jedem. Und man kann sich aufeinander verlassen.“
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